Bratwurst und Protest: Projekt LÜSA stellt sich gegen Armut
Bratwurst, Spiel und Spaß ist ein bewährtes Erfolgsrezept von Sommerfesten. Auch das Projekt LÜSA aus Unna, das sich unterstützend an drogenabhängige Menschen wendet, nutzte Anfang September dieses Konzept, um den Sommer zu feiern.
Aber bloßes Feiern war den Besuchern nicht genug: Sie wollten angesichts des Weltarmutsgipfels ein Zeichen für mehr Engagement bei der weltweiten Armutsbekämpfung setzen. Und so entstand die Idee, sich – wie Hunderttausende von Menschen weltweit auch – am globalen “Stand Up”-Aktionswochenende zu beteiligen.
Und getreu dem diesjährigen Motto “Macht Lärm für die Millenniumsentwicklungsziele” wurde Alarm geschlagen, und zwar ordentlich. Mit Trillerpfeifen wurde ein angemessener akustischer Hintergrund geschaffen, um die selbstgestalteten Schilder in die Luft zu recken, die den Schriftzug “Deine Stimme gegen Armut” bildeten. Das finden wir natürlich super und sagen vielen Dank für so viel Engagement!


Am 17. November 2010 um 12:46 Uhr
Wir haben gern beim Stand Up mitgemacht. Armut und die ihr zugrundeliegende ungerecht Verteilung zwischen arm und reich geht alle an – sie verhindert Chancengleichheit behindert Menschen in Ihrer Entwicklung und Entfaltung auch und gerade in nachteiligen Lebenssituationen in denen es wichtig wäre diese zu kompensieren. Viele LÜSA-BewohnerInnen haben dies in ihrem Leben erfahren, deshalb ist ihnen das Thema nah.
Gleichberechtigte Teilhabe ist aus unserer Sicht ein Menschenrecht – wir alle sollten dafür Aufstehen!
Am 15. Dezember 2010 um 12:23 Uhr
Bratwurst essen gegen Armut und Hunger? Wie sarkastisch, wo doch Fleischkonsum (und noch dazu Billigst-Fleisch wie Bratwurst) wenn nicht der, so doch einer der Hauptverantwortlichen für Hunger und andere Katastrophen in der Welt ist. Für ein Kilo Fleisch wird Wasser verbraucht, mit dem man ein Jahr duschen kann, 25kg Getreide verbraucht, das man lieber selbst essen könnte und an Treibhausgasen (v.a.Kuh-Pups) wird in der Tierproduktion 40% MEHR (!!) in die Athmosphäre entlassen wie alle Fahrzeuge zusammen (Autos, Flugzeuge, Schiffe, LKWS etc.).
Meat your meat!!
(mal abgesehen davon, dass Fleisch essen aus oben genannten Gründen nicht nur dekadent ist, sondern zudem ein Überbleibsel-Ritual aus der Steinzeit ist, das in einer zivilisierten Gesellschaft bei einem zivilisierten Menschen mMn nichts zu suchen hat. Keine Freunde essen! Mein Fleisch gehört mir!)