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Stand Up 2010: Die Welt steht auf gegen Armut

Der letzte Tag des Weltarmutgipfels läuft, warme Worte und feuchte Händedrücke werden ausgetauscht zwischen den Mächtigen dieser Welt, richtig Konkretes kam bisher dabei aber noch nicht heraus. Wie groß jedoch die Anzahl der Menschen ist, die mehr Engagement bei der Bekämpfung der weltweiten Armut fordern, wurde am letzten Wochenende deutlich. Da hieß es “Stand Up against Poverty”, und nicht nur wir in Berlin oder viele andere Aktivisten in ganz Deutschland, sondern auch auf der ganzen Welt organisierten Menschen in 74 Ländern über 1300 Stand Ups gegen Armut und sandten so ein eindrucksvolles Signal an die am Gipfel teilnehmenden Staats- und Regierungschefs.

In Pakistan etwa riefen hunderte zivilgesell-schaftliche Organisationen zum Stand Up auf, beim größten in Shamsabad beteiligten sich über 5000 Schüler. In Kolumbien standen am Spieltag der Fußballliga tausende Menschen gegen Armut auf. In Japan (Bild links) zog eine Stand Up-Parade durch Tokio. Im Libanon schlossen sich Regierungsvertreter, Diplomaten, NGOs und UN-Mitarbeiter gemeinschaftlich der Stand Up-Aktion an. In Suva, der Hauptstadt der Fiji-Inseln, nahmen hunderte Menschen an einem Stand Up-Marsch teil. Und auch in New York, Heimat der UN und damit Gastgeberstadt des Gipfels, setzten tausende Menschen durch ihr Aufstehen ein Zeichen.

Rund um den Erdball machten die Menschen somit nationenübergreifend deutlich, dass ihnen die Versprechen der Politik nicht reichen, sie wollen Taten sehen. Und so war jeder Teilnehmer des Stand Ups, ob in London, Dakar oder Lagos; auf den Seychellen, in Bangladesch oder in Kanada; in Hofheim, Wetzlar oder Berlin, Teil dieser Protestbewegung. Nun liegt es an den Teilnehmern des Weltarmutsgipfels, endlich zu handeln!

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