5 vor 2015: Acht Säulen für einen Aktionsplan
Die Bundesregierung muss einen verbindlichen Aktionsplan erstellen, um einen Beitrag zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) bis 2015 zu leisten. Das haben “Deine Stimme gegen Armut” und andere entwicklungspolitische Bündnisse rund 100 Tage vor dem Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen im September in New York gefordert. Mit acht zwei Meter hohen Plexiglas-Säulen vor dem Brandenburger Tor wurde den Forderungen bildhaft Nachdruck verliehen. Live vor Ort wurden die Säulen mit Reissäcken, Schulbüchern, Medikamentenschachtel und Wasserflaschen gefüllt, allerdings nur bis zu der Höhe, die der Umsetzung der MDG in Afrika entspricht. Auf diese Weise wurde deutlich, wie weit die Entwicklungsziele noch von ihrer Umsetzung entfernt sind.
In dem Bericht “5 vor 2015″ haben die Bündnisse konkrete Empfehlungen zusammengestellt, wie die acht Entwicklungsziele realisiert werden können. Auch die Vereinten Nationen und die Europäische Kommission setzen sich für einen Aktionsplan ein.
“Um die Entwicklungsziele noch zu erreichen, bedarf es einer besonderen Kraftanstrengung. Eine Kraftanstrengung der Regierungen, der Entwicklungsländer und der Industrieländer, auch in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten”, so Ulrich Post, Vorsitzender des Dachverbands VENRO, der “Deine Stimme gegen Armut” trägt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte nicht ohne konkrete Empfehlungen, wie die MDG erreicht werden können, nach New York reisen. “New York bietet die Chance zu einer Trendwende in der Armutsbekämpfung – aber nur dann, wenn es dort zu verbindlichen Ergebnissen mit einem konkreten Maßnahmenplan kommt”, so Post.
Bündnispartner von “Deine Stimme gegen Armut” sind Action for Global Health, das Aktionsbündnis gegen Aids, erlassjahr.de, die Europäische Allianz gegen Malaria, die Globale Bildungskampagne, das “Mutternacht”-Bündnis, die StopEPA-Kampagne und Stop Malaria Now.





Am 15. Juni 2010 um 14:35 Uhr
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