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Zum Weltfrauentag: Armut hat ein weibliches Gesicht

Armut trifft besonders Frauen: Protest beim Weltsozialforum in  Nairobi, 2007 (Foto: subcomandanta/ Flickr)Heute ist internationaler Weltfrauentag. 99 Jahre ist es her, da fand er im März 1911 zum ersten Mal in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz statt. Seine Einrichtung ging zurück auf einen Vorschlag von Clara Zetkin bei der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen im Jahr zuvor. Streng genommen feiert der Weltfrauentag dieses Jahr also damit seinen 100. Geburtstag (Foto: Protest beim Weltsozialforum 2007; subcomandanta/ Flickr).

Einiges ist seither erreicht worden: Die Vereinten Nationen verabschiedeten das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau, in vielen anderen Ländern erhielten Frauen das Wahlrecht und Deutschland wird heute von einer Bundeskanzlerin regiert. War der internationale Frauentag vor 99 Jahren noch ein auf wenige europäische Staaten beschränktes Ereignis, so wird er heute weltweit beachtetet und ist in über 20 Ländern sogar offizieller Feiertag. Seit der Anerkennung durch die Vereinten Nationen heißt er auch “Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden”.

Doch trotz der Anerkennung von Frauenrechten auf dem Papier beutet dies noch lange nicht eine praktische Umsetzung. Zwar haben die meisten, aber eben doch nicht alle Länder ein Frauenwahlrecht. Vor allem in Entwicklungsländern sind Frauen proportional häufiger von AIDS betroffen: 60 Prozent der HIV-Infizierten in Sub-Sahara-Afrika sind weiblich. Und noch immer werden Mädchen und Frauen Opfer von Genitalverstümmelungen.

Nicht umsonst ist die Verbesserung der Lebensumstände von Frauen auch Bestandteil der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). MDG 3 fordert etwa die Gleichstellung und stärkere Beteiligung von Frauen, MDG 5 beinhaltet die Senkung der Müttersterblichkeit und MDG 6 verlangt eine Trendumkehr bei der Ausbreitung von HIV-Neuinfektionen. Bei allen drei Zielen besteht noch erheblicher Handlungsbedarf, wie der letzte MDG-Report der Veinten Nationen gezeigt hat.

Verschiedene Organisationen machen anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages mobil. Unser globales Kampagnennetzwerk Global Call to Action against Poverty (GCAP) startet heute eine Onlinekampagne, in der an die Pekinger Weltfrauenkonferenz vor 15 Jahren erinnert wird. Bis zum 19. März soll jeden Tag ein bestimmtes Thema im Zusammenhang mit Frauenrechten beleuchtet und vorgestellt werden.  Mit “Piga Debe” startet zudem in Ruanda eine Kampagne, die ein größeres Engagement bei der Bekämpfung von Müttersterblichkeit fordert.

Eine Reaktion zu “Zum Weltfrauentag: Armut hat ein weibliches Gesicht”

  1. Der Mensch

    “Was wir wollen?â€? Das ist eine berechtigte und sehr gute Frage. Doch was für Möglichkeiten haben wir, unsere Ideen oder Vorschläge zu realisieren??? Ich möchte z. B. am liebsten, dass ALLE Menschen (international) gleiche Rechte (und Pflichten), gleiche Chancen und gleich viel an Hab und Gut haben! Des Weiteren brauchen wir keinerlei Führungspositionen wie z. B. Politiker, Manager oder der Gleichen, die unbegründet übertriebene und viel zu hohe Gehälter kassieren. Anstatt dessen brauchen wir “Ehrenamtlich tätige Menschenâ€? die zufrieden und ausgeglichen durch Ihre Arbeit bzw. “Hobbyâ€? zum Wohle der Gesellschaft beitragen. Jeder Mensch soll das >grenzenlose< Recht haben, sich frei entscheiden zu dürfen, wo er auf dieser Welt leben möchte. Purer Luxus bzw. das Prommi-Gesockse wie die "Super-Reichen" darf und soll es in Zukunft nicht mehr geben! Das Bewusstsein der Menschen von heute muss sich noch sehr stark entwickeln z.B. in Richtung "Gleichberechtigung" und "Vernunft". Einseitiger Reichtum bringt uns Menschen nicht zusammen, sondern trennt uns immer mehr (s. permanent steigende Single-Haushalte). Die höchste Rate an Verbrechen, sind durch Kapitaldelikte verursacht worden d.h. wenn es z.B. kein Geld mehr gäbe, dann gäbe es weder "Reiche" bzw. "Arme" Menschen. Keiner hätte einen Grund einen anderen Mitmenschen zu überfallen, denn man hat nicht mehr und nicht weniger wie jeder andere auch! Also kurz gesagt, es würde keinen Sinn ergeben jemanden zu überfallen, wenn man keine "Beute" machen kann… bzw. wenn es sowieso keiner mehr nötig hat… denn jeder hat doch gleich viel… an materiellen Dingen, die zum Leben eben gebraucht werden. Jeder Mensch sollte sein Dasein immer wieder hinterfragen… das Ergebnis wird immer wieder das Gleiche sein… WIR kommen "nackt" auf diese Welt… und müssen auch "nackt" ohne irgendetwas von dieser Welt wieder gehen!!! Das sind buchstäbliche nackte Tatsachen… die Dinge, die wir benutzen oder zum Leben brauchen, sind nur "vorübergehend" geliehen und nicht zum "mit hinüber nehmen" für uns gedacht. Wenn diese Tatsache wirklich jeder Mensch irgendwann einmal begriffen hat, dann beginnt eine "Neue Ära" das sogenannte "GOLDENE ZEITALTER" für uns ALLE. Ich freue mich schon heute auf diesen Tag (2013)… Was meint Ihr dazu??? Sei Ihr auch dabei…???

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