AIDS: Zahl der Neu-Infektionen geht zurück
Laut dem neuesten Bericht der UN-Organisation UNAIDS ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus, welches die Immunschwächekrankheit AIDS auslöst, seit 2001 um 17 Prozent gesunken. Auch in der am stärksten betroffenen Region – Subsahara-Afrika – konnte ein Rückgang von 15 Prozent verzeichnet werden.
UNAIDS führt die positive Entwicklung v.a. auf verstärkte Präventionsarbeit zurück, die aber durchaus noch verstärkt werden könnten, um noch mehr Menschen vor der Ansteckung mit HIV zu bewahren und Leben zu retten, so der Geschäftsführer von UNAIDS Michael Sididé. Der Rückgang der Zahlen ist auch ein erklärtes Ziel, welches in der Millenniumserklärung festgelegt wurde. Bis 2015 soll die Ausbreitung von AIDS zum Stillstand gebracht und umgekehrt werden.
Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass v.a. in Subsahara-Afrika Millionen von Menschen HIV-infiziert sind und Hilfe benötigen. In der Region leben 22,4 Millionen Menschen mit HIV, von insgesamt 33,4 Millionen Infizierten weltweit. Eine weitere Zielvorgabe der Millenniumsentwicklungsziele, nämlich die medizinische Behandlung aller bedürftigen HIV-Infizierten bis 2010 sicherzustellen, gemeinhin bekannt als so genannter Universeller Zugang zu HIV/Aids-Behandlung, ist allerdings in weiter Ferne. Weltweit erhalten nur 43 Prozent der HIV-Infizierten die notwendigen Medikamente. Dabei kann mit einer guten medizinischen Versorgung das Leben der HIV-Infizierten deutlich verbessert und verlängert werden. In Botswana, wo die Versorgungsrate bei 80 Prozent liegt, konnte die Sterblichkeitsrate durch AIDS um 50 Prozent gesenkt werden. Das bedeutet eine große Entlastung für die Gesellschaft, denn oft reißt AIDS eine große Lücke in Familien- und Gemeinschaftsstrukturen, wodurch Armut und Elend befördert wird.

