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EU-Bürger wollen Verpflichtungen zur Entwicklungshilfe einhalten

Ergebnis der Eurobarometer-UmfrageEine Umfrage des Eurobarometer kommt zu dem Ergebnis, dass 72 Prozent der EU-Bürger trotz Wirtschafts- und Finanzkrise dafür sind, die Finanzierungszusagen für die Entwicklungszusammenarbeit mindestens einzuhalten.

Die EU hatte 2005 einen Stufenplan zur schrittweisen Erhöhung der Entwicklungshilfe verabschiedet. Nach diesem Plan sollen Länder wie Deutschland bis 2010 mindestens 0,51 Prozent ihrer Wirtschaftskraft (Bruttonationaleinkommens, BNE) für die Entwicklungszusammenarbeit bereitstellen. Auch in Deutschland sprachen sich laut Eurobarometer 72 Prozent für die Einhaltung dieser Zusage aus.

Eurobarometer Meinungsumfrage über die Einstellung der EU-Bürger zu Entwicklungszusammenarbeit.Die Ergebnisse sind ein klares Signal für die neue Bundesregierung: Armut in der Welt ist uns nicht egal und Deutschland soll seine Versprechen einhalten. Wenn das geschehen soll, muss die neue Bundesregierung in den Haushaltsplanungen für kommendes Jahr knapp 3 Milliarden Euro mehr einplanen, zumindest wenn man von den Zahlen für 2008 ausgeht. Damals lag der Anteil der Entwicklungsausgaben am BNE, die so genannte ODA-Quote bei 0,38 Prozent, in absoluten Zahlen betrug die Entwicklungshilfe cirka 9 Milliarden Euro. Für 2009 wird eine leichte Steigerung der Quote auf etwa 0,41 Prozent erwartet.

Obwohl die Hilfe für Entwicklungsländer insgesamt einen guten Stand bei den EU-Bürgern hat, ist die Bekanntheit der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) auch fast zehn Jahre nach ihrer Verabschiedung bescheiden. EU-weit sind 88 Prozentder Meinung, dass Entwicklungshilfe wichtig ist (in Deutschland 89 Prozent), trotzdem gaben nur 24 Prozent der Befragten in der EU an, von den MDG bereits einmal gehört oder gelesen zu haben (in Deutschland 26 Prozent).

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