10 Vorschläge für Schwarz-Gelb
In Berlin haben die Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und FDP begonnen. Vom Ausgang dieser Verhandlungen hängt auch ab, wie sich Deutschland in den kommenden vier Jahren gegen weltweite Armut und für die ärmsten Länder der Welt engagiert.
Der Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen VENRO, der hinter der Aktion “Deine Stimme gegen Armut” steht, hat deshalb zehn Vorschläge für eine bessere Entwicklungszusammenarbeit formuliert, die den Parteichefs Angela Merkel (CDU), Guido Westerwelle (FDP) und Horst Seehofer (CSU) zugeschickt wurden. Die Hilfsorganisationen fordern:
- Bekämpfung von Hunger und Armut
- Eigenständige Entwicklungszusammenarbeit stärken
- Qualität der Entwicklungszusammenarbeit erhöhen
- Finanzierungszusagen einhalten
- Mehr Einsatz für die Millenniumsentwicklungsziele (MDG)
- Klare Schwerpunkte setzen
- Klimawandel eindämmen
- Finanztransaktionssteuer einführen
- Unfaire Handelspraktiken einstellen
- Arbeit der Nichtregierungsorganisationen (NGO) stärken
Die Vorschläge im Detail (PDF).
“Die Überwindung von Armut und Hunger muss auch weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Dies erfordert nicht nur den Erhalt des Entwicklungsministeriums, sondern auch Reformen der Finanzstruktur und mehr Einsatz für die Millenniumsentwicklungsziele (MDG)”, erklärte VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning.
Kurz vor der Wahl hatte “Deine Stimme gegen Armut” gemeinsam mit anderen Bündnissen von der zukünftigen Regierung gefordert, Armut abzuwählen (Bild: Jörg Peter/ Zenobi).

