TV-Duell: 6.885 forderten vergeblich Frage zu Afrika
Umfragen zeigten ein Unentschieden in der Beurteilung durch die Zuschauer: Weder Kanzlerin Angela Merkel noch ihr Herausforderer Frank-Walter Steinmeier konnten das TV-Duell gestern abend klar für sich entscheiden. Dabei hätten sie bei mindestens 6.885 Bürgerinnen und Bürgern punkten können, wenn eine bestimmte Frage gestellt worden wäre.
Rund 7.000 Unterstützerinnen und Unterstützer forderten im Rahmen unserer Online-Aktion “Die Kanzlerfrage”: Stellt eine Frage zu weltweiter Armutsbekämpfung und Entwicklungspolitik. Doch wie sich die Kandidaten im Falle eines Wahlsiegs für die ärmsten Ländern engagieren werden, blieb im Dunkeln.
Genauso wie die Themen Bildungspolitik oder Klimawandel kam Afrika in den Fragen von Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL), Peter Limbourg (Sat.1) und Frank Plasberg (ARD) nicht vor – deshalb lautete das Urteil vor den Hauptstadtstudios heute: “Daumen runter”.
An zwei Stellen hätte es eine Frage thematisch gepasst. Zum einen bei der Diskussion um eine mögliche Finanzmarktsteuer. Diese soll nicht nur helfen, Krisen auf den Finanzmärkten zu verhindern sondern ihre Erlöse könnten auch zu Finanzierung weltweiter Armutsbekämpfung verwendet werden. Zum anderen wurde kurz über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan gesprochen. Doch drehte sich die Debatte hierbei ausschließlich um ein Datum für einen möglichen Abzug der deutschen Armee. Über die Notsituation vieler Menschen dort und die schwierigen Bedingungen von Hilfsorganisationen vor Ort wurde nicht gesprochen.
Nichtsdestotrotz möchten wir uns ganz herzlich bei 6.885 Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken. Sie haben sich den vergangenen zweieinhalb Wochen auf den Webseiten von “Deine Stimme gegen Armut”, ONE Deutschland, der UN-Millenniumkampagne und einigen weiteren ihre Forderung an die Moderatoren eingetragen. Die Unterschriften dieser knapp 7.000 Menschen zeigen, dass das Thema Entwicklungspolitik und Afrika auch in Zeiten weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise den Deutschen nicht egal ist.
Wir werden gemeinsam mit Euch auch der nächsten Bundesregierung und dem am 27. September zu wählenden Bundestag Dampf machen, damit Versprechen eingehalten werden und mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit geleistet wird. Für weltweite Armutsbekämpfung und für eine gerechte Globalisierung.


Am 18. September 2009 um 10:00 Uhr
Hallo,
es ist schlimm um nicht zu sagen zum kotzen, das nicht wirklich geholfen wird. Sondern die Hilfe die wir und der Rest der G 20 Staaten “veranstalten” nur im wahren dazu dient, um letztendlich uns selber die Taschen voll zu machen. Man braucht sich nur die Abzocke mit den Fischereirechten vor Augen zu führen usw. Man sollte den Menschen so helfen, das man das dann auch wirklich Hilfe nennen kann indem man z.B. den Menschen nicht vor schreibt, was sie denn nun anzubauen haben und was nicht. Aber wir schreiben den Menschen vor, das und dies wollen wir und wenn nicht, bekommt ihr keine Kohle. Anstatt zu sagen, baut das an was für euch am besten ist und wir kaufen euch den Überschuss den ihr erwirtschaftet habt zu einem VERNÜFTIGEN PREIS ab. Denn was dort angebaut wird sind alles Produkte, die wir hier sowieso auch sehr gut brauchen. Aber wir stecken die Milliarden lieber in EU-Subventionen, was uns jedes Jahr weitaus mehr Milliarden kostet, als die Menschen vor Ort vernünftig zu bezahlen! Und ich brauche hier ja auch gar nicht erst zu schreiben warum das so ist!
Aber das Ganze hat mittlerweile Mafiastrukturen erreicht. Nach dem Motto, wir geben euch die Milliarden und ihr habt gefälligst das zu tun oder anzubauen, was wir wollen und nicht das, was den Menschen auf Dauer auch wirklich helfen würde. Hauptsache unsere Bedürfnisse sind gedeckt, die Absatzzahlen stimmen und kein Bauer in der EU muss sich diesbezüglich beklagen. Logisch ist natürlich, das einem immer das eigene Hemd am nächsten ist aber, wir haben soviel übrig das wir es uns leisten können, das was wir zuviel haben, wegzuschmeißen. Und es würde uns weis Gott nichts ausmachen, viel mehr Hilfe zur nächst Hilfe zu betreiben. Natürlich ist nicht unbemerkt geblieben, dass das mitunter auch gemacht wird. Aber nur soviel das man sagen kann, ok wir machen’s ja. (Bzw. man lässt nur soviel zu) Aber dieser kleine Ansatz ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und mehr eine Legimitation, als das man sagen könnte, das ist eine wirkliche Hilfe. Es müsste im großen Still geschehen und nicht nur Ansatzweise! Aber man darf auch den Kopf nicht in den Sand stecken und sagen, ach Sch…….. hat ‘eh alles keinen Sinn. Im Gegenteil, man muss denen in Berlin und in der Ganzen Welt so lange auf die Füße treten, bis sie anfangen zu begreifen. Und die nicht nur alle vier Jahre die weise Flagge zeigen und denken lassen, das wir alle ein Brett vor dem Kopf haben. Das merkt man doch auch schon allein an den Themen, die NICHT bei dem Kanzler-Schmuse-Kurs-Duell angesprochen wurden bzw. gar nicht erst gefragt wurden.
Am 19. September 2009 um 08:33 Uhr
Ich kann Herrn/ Frau Ambrosy nur zustimmen, doch was nutzt es vor den Politikern zu protestieren, es sind doch ganz Andere die Entscheiden (Suchmaschine “Bilderberger” eingeben). Die Wirtschaft entscheidet wer was und wo auf der Welt zu tun und zu lassen hat, so werden Drittstaaten abhängig gemacht von reichen Ländern und gleichzeitig hat man hier auch Versuchskaninchen für Genprodukte.
Was zur Zeit bei uns passiert ist nichts weiter wie das nach unten anpassen an die Drittländer, ich warte schon auf den Tag wo uns Afrika mit Carepacketen unterstützt, da ja die Banken und Großkonzerne das Geld des Steuerzahlers verzocken. Mafiastruckturen haben zumindest in Italien etwas gutes, die finanzieren Krankenhäuser und Schulen, wer kann das bei uns behaupten, nicht mal die Kirchen. Diese bekommen das meiste Geld vom Steuerzahler (Trennung von Kirche und Staat?) und lassen die Sozialen-Einrichtungen überwiegend vom Staat bezahlen.
Extrem schlimm empfinde ich das heute die Wirtschaft und Politik die Menschen gegeneinander ausspielt, wo bleibt das Miteinander (nur noch Mobbing) , schon im Kindergarten wird getrennt (Arm und Reich) dies setzt sich in den Schulen fort (siehe auch die letzten Angriffe in Bayern und Badenwürtenberg) und in den Betrieben versucht Jeder seinen noch vorhandenen Arbeitsplatz zu behalten, meist auf Kosten anderer . Das ist es was die Politik geschafft hat, das das Volk sich gegenseitig fertig macht und somit dem Gier der Wirtschaft und Banken ausgeliefert ist., das Ganze schimft sich dann noch Reformen, Demokratie, Recht und was sonst noch Alles in unserer nicht vorhandenen Verfassung (GG) steht. Hartz IV und die Gesundheitsreform sind das beste Beispiel.
Die Argen sind nicht dazu da um Arbeit zu beschaffen sondern um die Menschen aus dem System zu vertreiben der Statistik wegen, dazu sind diese Anstalten auch nicht Verfassung-gemäß, da aber keine Verfassung, ist dies wohl auch nicht so schlimm.
Ich bin schon fast der Meinung in diesen Anstalten sitzen überwiegend Dominas und Sklaventreiber, aber keine Menschen.
Aber es sind ja bald “demokratische” Wahlen (ich lach mich tot), danach haben wir dann blühende Landschaften und die Parlamentsdemokratie lacht sich kaputt über den deutschen Michl.
Am 19. September 2009 um 09:05 Uhr
Danke zurück. Ich hatte so etwas erwartet. Deutschland ist immer noch zu satt und zu stark mit sich selbst beschäftigt.
Dabei geht es auch anders.
Mir hat das auf jeden Fall bei meiner endgültigen Entscheidung, was dieses Jahr zu wählen ist, sehr geholfen.
Macht weiter so, Viele Grüße
Am 21. September 2009 um 13:14 Uhr
Bin selber Verarmt und was Ändert meine Stimme daran versuch aus eigener Kraft wieder auf diie Beine zu kommen denn Hilfe in deutschland zu bekommen ist sehr gering .
Lebe in meiner Arbeit die ich mir Selber geschaffen habe aus Armut heraus wieder auf die beine zu kommen doch ich bekomme nicht mal die Miete wieder rein geschweige den genügendt Geld fürs leben.
Lg
Rainer schück