Hungerhilfe gekürzt: Reiche Staaten zahlen nicht
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen muss trotz der steigenden Zahl hungernder Menschen seine Hilfsprogramme kürzen – aufgrund klammer Finanzen. 3,9 Milliarden US-Dollar haben Geberländer wie Deutschland dem WFP für 2009 zugesagt, aber trotz der angespannten Situation in vielen armen Ländern bis jetzt erst 1,8 Milliarden US-Dollar ausgezahlt. Das WFP musst bereits laufende Programme zurückfahren. Beispielsweise können in Bangladesch statt wie bisher 300.000 Kinder nun nur noch 70.000 Kinder mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Das WFP fordert deshalb die Geberstaaten eindringlich auf, ihren Zusagen nachzukommen und die versprochenen Gelder an das WFP auszuzahlen.
Dass die reichen Industrienationen im Juli auf dem G8-Gipfel in Italien 20 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern beschlossen haben, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Ernährungssicherheit in ärmeren Ländern. Doch die Weltgemeinschaft muss sich auch kurzfristig um hungernde Menschen weltweit kümmern. Die Nothilfe, die Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt, ist momentan sehr gefordert, denn inzwischen hungern weltweit eine Milliarde Menschen – Folge der Nahrungsmittelkrise der letzten beiden Jahre und der aktuellen Weltwirtschaftskrise.
Die Nahrungsmittelpreise sind in der letzten Zeit zwar wieder deutlich gesunken, haben aber immer noch nicht das Niveau von vor der Krise erreicht. In manchen armen Staaten sind die Preise für Grundnahrungsmittel immer noch sehr hoch und viele Menschen können sich das Nötigste zum Überleben nicht leisten. Die Weltwirtschaftskrise verstärkt die Situation denn viele Menschen verlieren ihre Arbeit und ihr Einkommen. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der hungernden Menschen inzwischen auf 1,02 Milliarden.



Am 7. August 2009 um 15:32 Uhr
also nicht genügend geld?
wie wäre es denn wenn man das geld (abfindungen) was die vorstände der banken bekommen streichen würde und es stattdessen in die dritte welt schicken würde?
Am 8. August 2009 um 13:40 Uhr
dise idee finde ich sehr gut!
Am 19. August 2009 um 00:31 Uhr
und ihr verhindert es auch nicht. bob geldorf verhindert es auch nicht. schlechter hype der nur den band dient ihr image zu polieren
Am 20. August 2009 um 09:46 Uhr
@dr. motte: Wir versuchen, das Thema bekannt zu machen, Menschen zu mobilisieren, dass sie aktiv werden gegen Armut und Hunger und letztlich die politischen Entscheidungsträger entsprechende Maßnahmen unternehmen.