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Finanzkrise stürzt 53 Millionen in Armut

Die Weltbank rechnet damit, dass in diesem Jahr bis zu 53 Millionen Menschen in Entwicklungsländern in Armut abrutschen. Dann werden weltweit mehr als 1,5 Milliarden Menschen mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen müssen, sie gelten damit als “arm”. Als “extrem arm” gilt, wer täglich weniger als 1,25 US-Dollar zur Verfügung hat. Dies könnte 2009 46 Millionen von den 53 Millionen betreffen.

Bereits im Jahr 2008 haben gestiegene Lebensmittel- und Treibstoffpreise die Zahl der Armen um 130 bis 155 Millionen ansteigen lassen. Nach Angaben der Weltbank sind 40 Prozent der insgesamt 107 Entwicklungsländer besonders stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen.

“Die globale Wirtschaftskrise droht in vielen Entwicklungsländern zu einer menschlichen Krise zu werden, wenn diese Länder nicht gezielte Maßnahmen ergreifen können, um die am stärksten betroffenen Menschen zu schützen,” sagte der Weltbank-Präsident Robert Zoellick am Freitag. Er schlägt deshalb vor, dass die reichen Länder einen Anteil von 0,7 Prozent aus den jeweiligen Konjunkturpaketen in einen neuen Infrastruktur-Fonds einzahlen, aus dem arme Länder Mittel zur Bewältigung der Krise erhalten können.

Eine Reaktion zu “Finanzkrise stürzt 53 Millionen in Armut”

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