Weltsozialforum 2009: 80.000 diskutieren “eine andere Welt”
80.000 Menschen aus aller werden vom 27. Januar bis zum 1. Februar beim Weltsozialforum (WSF; deutschsprachige WSF-Seite) in der brasilianischen Millionenstadt Belém darüber diskutieren, wie Armut und Klimawandel begegnet und Nahrungssicherheit, Biodiversität, Umweltschutz erreicht werden können. Zum neunten Mal treffen sich Vertreter sozialer Bewegungen parallel zum Weltwirtschaftsforum (WEF), bei dem parallel in Davos (Schweiz) Staatschefs und Wirtschaftsvertreter über die Probleme der Welt reden.
Während in Davos Bundeskanzlerin Merkel, Großbritanniens Premierminister Gordon Brown und die Chefs von Deutscher Bank, Siemens und anderen zusammenkommen, werden Delegationen von entwicklungspolitischen Hilfswerken wie Brot für die Welt, dem Ev. Entwicklungsdienst (eed), von Gewerkschaften, politischen Stiftungen und attac nach Belém reisen. Ein Programmheft informiert über die Veranstaltungen deutscher Organisationen und ihrer Partner vor Ort beim WSF.
Verschiedene Blogger informieren auf deutsch über das WSF: Im Weltsozialforums-Blog des eed geht es primär um menschenrechtliche und entwicklungspolitische Fragen, Pfarrer Detlev Knoche schreibt in seinem Blog aus sehr persönlicher und religiöser Perspektive. Welches Profil der Blog von Ruth Picker, Geschäftsfüherin des österreichischen Dachverbands von entwicklungspolitischen Hilfsorganisationen, haben wird, ist aus einem Beitrag bisher noch nicht ersichtlich. Bewegte Bilder aus Brasilien sind auf der Seite WSF TV zu sehen.
Auch GCAP, das globale Kampagnennetzwerk, zu dem “Deine Stimme gegen Armut” gehört, wird zwei der insgesamt 2.400 Veranstaltungen beim WSF organisieren: Die “GCAP Feminist Task Force” wird über die so genannten Armuts-Anhörungen (Poverty Hearings) informieren und in einem “Offenen Forum” soll über die Bedeutung von Entwicklungszusammenarbeit für Nahrungssicherheit und das “Recht auf Nahrung” diskutiert werden.


