EU Entwicklungsminister werben für Hungerhilfe
Das Treffen der EU Entwicklungsminister in Bordeaux stand ganz im Zeichen der akuten Hungerkrise in Entwicklungsländern. In den letzten zwei Jahren sind die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis oder Weizen förmlich explodiert. Davon betroffen sind besonders extrem arme Menschen, die sowieso schon mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben mussten. Die Anzahl der Hungernden ist durch die Krise schon um 70 Millionen Menschen gestiegen.
Die Europäische Kommission hat deshalb die Einrichtung einer neuen Nahrungsmittelfazilität vorgeschlagen, um Hunger zu bekämpfen und die Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu fördern. Der Vorschlag fand jetzt die Unterstützung der Entwicklungsminister. Unklar ist aber noch, wo die benötigte eine Milliarde Euro für die Fazilität herkommen sollen. Die EU Kommission wollte dafür überflüssige Mittel aus Agrarsubventionen verwenden, die wegen der hohen Preise von den europäischen Bauern nicht mehr gebraucht werden. Einige Länder – inklusive Deutschland – sind aber noch dagegen, was von NGOs heftig kritisiert wird.


Am 21. November 2010 um 13:49 Uhr
Mich würde wirklich mal interessieren, mit welcher Begründung sich Deutschland dagegen ausspricht. Mich wundert mittlerweile gar nichts mehr!