Von Visionen zu Aktionen: UN diskutiert Entwicklung Afrikas
„Armutsbekämpfung, besonders in Afrika, ist die größte Herausforderung, der die Welt gegenüber steht.“ Das erklärten die Vereinten Nationen (UN) zum Abschluss des hochrangigen Treffens zur Entwicklung Afrikas, das gestern in New York stattfand (Foto: UN Photo/ Marco Castro). Wenn sich derzeitige Trends fortsetzen, wird kein Land in Afrika alle Millenniumsentwicklungsziele (MDG) bis 2015 erreichen. Die Abschlusserklärung ruft deshalb zur konkreten Aktion auf und nennt die Bereiche, bei denen dringend stärkere Anstrengungen nötig sind: Mobilisierung finanzieller Ressourcen für Entwicklung und Armutsbekämpfung, zusätzliche Schuldenerlasse, die Bekämpfung von HIV/Aids und anderen Krankheiten, die Sicherung des Friedens, die Anpassung an den Klimawandel und die Lösung der Nahrungsmittelkrise.
Die Länder Afrikas haben in den letzten Jahren ihre Eigenanstrengungen bei der Armutsbekämpfung verstärkt, zum Beispiel politische Systeme demokratisiert und bessere Steuersysteme aufgebaut. Trotzdem sind sie auch weiter auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte, dass die Länder Afrikas 72 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Auslandshilfe brauchen, wenn die MDG bis 2015 erreicht werden sollen. Ban Ki-moon stellte auch klar, dass dafür keine neuen Versprechen nötig sind. Das Geld wäre da, wenn nur die bestehenden Versprechen gegenüber Afrika gehalten würden. Er zog auch einen plastischen Vergleich: Alleine für Agrarsubventionen geben die reichen Länder 267 Milliarden Dollar pro Jahr aus. Weniger als ein Drittel davon würde also reichen, um die Armut in Afrika zu halbieren.


Am 24. September 2008 um 23:15 Uhr
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