In My Name: Popstars und Aktivisten starten interaktives Online-Projekt
Die Weltweite Aktion gegen Armut (Global Call to Action against Poverty, GCAP), deren deutscher Teil “Deine Stimme gegen Armut” ist, startet heute ein globales, interaktives Online-Projekt. Darin kann sich jede und jeder mit einer Textbotschaft, einem Video oder einem Foto persönlich für eine Welt ohne Armut einsetzen. “In My Name”, so das Motto, “in meinem Namen” soll die Politik aktiv werden.
Will.i.am, Musiker von den “Black Eyed Peas” ist einer der ersten, der aktiv geworden ist und jetzt Taten von Politikern fordert: Er hat das Lied “In My Name” geschrieben, in dem zahlreiche Künstlerkollegen aus aller Welt mitwirken. Der Song wird zum Start der “In My Name”-Aktion am 25. September parallel zum UN-Notstandsgipfel samt Musikvideo erstmals öffentlich präsentiert.
Neben Will.i.am werden zwei afrikanische Kinder, die im Jahr 2000 geboren wurden, die ersten sein, die ihren Namen zu dem Projekt hinzufügen. Begleitet werden sie von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.
Bei dem UN-Gipfel ziehen die Staaten der Welt in New York Halbzeitbilanz: acht Jahre nach der Verabschiedung der Millenniumserklärung im Jahr 2000 soll überprüft werden, ob die ambitionierten Millenniumsentwicklungsziele (MDG) rechtzeitig bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden können. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Bilanz ernüchternd ausfällt (Halbzeitreport der UN, PDF). Zwar gibt es gute Nachrichten: Die Zahl der AIDS-Toten zurück und die Zahl der Menschen, die jedes Jahr an Masern sterben, konnte seit dem Jahr 2000 sogar um zwei Drittel gesenkt werden. Aber dennoch sind die Aussichten düster:
- 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich in Armut zu geraten, weil Nahrungsmittel teurer geworden sind.
- Jedes Jahr sterben 500.000 werdende Mütter in armen Ländern bei Schwangerschaft oder Geburt.
- Wenn es so langsam weitergeht wie bisher, werden Mädchen auch 2015 noch in 98 Ländern der Welt eine schlechtere Schulbildung bekommen als Jungen.




