Flossaktion: Uns steht das Wasser bis zum Hals
Mit einer spektakulären Aktion auf der Spree in Berlin hat die Klima-Allianz ihrer Forderung nach einem Baustopp für Kohlekraftwerke Nachdruck verleihen. Vertreterinnen und Vertreter aus Ländern, die vom Klimawandel schon jetzt besonders betroffen sind, sind auf einem kleinen Floß auf der Spree im Regierungsviertel geschippert.
Die “Klimazeugen” aus Indien, Tansania und den Fidschi-Inseln wollen mit dieser Aktion unter dem Motto “Klima schützen – Kohle stoppen” deutlich machen, dass konsequenter Klimaschutz zur globalen Überlebensfrage geworden ist. “Die Inselstaaten im Pazifik sind vom Untergang bedroht”, sagte Fei Tevi von den Fidschi-Inseln. „Vor allem bei der Verbrennung von Kohle wird massiv CO2 freigesetzt. Die über 25 geplanten neuen Kohlekraftwerke in Deutschland werden somit zu einem Anstieg der Treibhausgase, der weiteren globalen Erwärmung und damit zu einer Verschlechterung unserer Lebensbedingungen beitragen.“ Eine sehr anschauliche Darstellung, wie unser Leben und der Energieverbrauch in Deutschland, weltweit Auswirkungen auf die Menschen hat.
Bei einer Pressekonferenz haben die Klimazeugen dem Entwicklungsministerium BMZ eine Petition überreicht, in der sie ein Moratorium für den Bau von Kohlekraftwerken fordern. Am Samstag werden sie auf den beiden bundesweiten Demonstrationen in Jänschwalde bei Cottbus und Staudinger bei Hanau gegen den Neubau von Kohlekraftwerken sprechen.

