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Über 1 Million Tanabata-Wünsche zum G8-Gipfel

Der Wald von Bambusbäumen vor dem Bundeskanzleramt schlägt alles. Die 50 Bäume, die “Deine Stimme gegen Armut” mit mehr als 10.000 Wünschen gegen Armut geschmückt hat sah deutlich eindrucksvoller aus, als die Aktionen der Kollegen in Großbritannien und Kanada, die am selben Tag stattfanden. Insgesamt mehr als eine Million Wünsche gegen Armut haben Aktivisten weltweit zum G8-Gipfel gebracht. Die Botschaft an die Regierungschefs: Mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheitsversorung und Bildung für alle und wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel.

In London wurden am Sitz von Premierminister Gordon Brown 60.000 Wünsche übergeben, in der kanadischen Hauptstadt Ottawa nahm Regierungschef Stephen Harper die Forderungen von “Make Poverty History Canada” entgegen. Auch in Sapporo (Japan) wurden die Wünsche den G8-Führern präsentiert: eine Million Wünsche symbolisiert durch eine Million Luftballons. Hintergrund ist die japanische Tanabata-Tradition. Wer am 7. Juli einen Wunschzettel an einen Bambusbaum hängt, dessen Wunsch geht in Erfüllung.

Übrigens: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Japan beim Gipfeltreffen einen Tanabata-Wunsch an einen Bambusbaum gehängt. Sie schrieb: “Ich wünsche mir ,gute Sterne’ über diesem Gipfel, guten Willen in allen Gesprächen, Sinn für Verantwortung in allen Köpfen und uns allen ein Herz für die Hoffnung der Menschen.” Klinge wie ein frommer Kinderwunsch, merkt die WELT süffisant an.

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