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G8-Gipfel befasst sich mit Nahrungsmittelkrise

Bundeskanzlerin Merkel kommt in Japan an (Foto: MOFA)In Toyako auf der japanischen Insel Hokkaido hat der G8-Gipfel begonnen. Heute treffen sich dort die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen mit den Staatsoberhäuptern sieben afrikanischer Länder sowie Vertretern internationaler Organisationen wie der UNO und der Weltbank. Das wichtigste Thema derzeit ist eine angemessene Antwort auf die Nahrungsmittelkrise. Der explosionsartige Preisanstieg für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis bedroht das Leben von Millionen von Menschen in armen Ländern.

Bereits vor dem Gipfel hatte Bundeskanzlerin Merkel in einem Brief an die anderen G8-Präsidenten ein „umfassendes Maßnahmenpaket zur globalen Ernährungssicherung“ verkündet. Unter anderem will Deutschland dieses Jahr 500 Millionen Euro für die Nahrungsmittelhilfe zur Verfügung stellen und die ländliche Entwicklung in armen Ländern zukünftig stärker fördern.

Heute haben auch andere Länder ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt: Frankreich hat empfohlen, den bedürftigsten Ländern Zugang zu den Nahrungsmittelvorräten reicher Länder zu gewähren. Die EU will Bauern in armen Ländern eine Milliarde Euro Soforthilfe zur Verfügung stellen, um dringend benötigtes Saatgut und Dünger zu kaufen. Und Russland will seine landwirtschaftliche Produktion in den nächsten Jahren auf neue Flächen ausweitern, um das Angebot an Nahrungsmitteln zu steigern. Wie eine wirksame und umfassende Reaktion auf die Nahrungsmittelkrise aussehen könnte zeigt zum Beispiel der Zehn-Punkte-Plan der Deutschen Welthungerhilfe.

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