DATA Report vorgestellt: Schleichender Oldtimer im Zeitlupentempo
Die Hilfe der G8-Staaten für Afrika seit 2005 gleicht eher einem schleichenden Oldtimer im Zeitlupentempo als einer Staatlimousine. Das ist der Tenor des DATA-Berichts 2008, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Seit dem G8-Gipfel 2005 in Gleneagles wurden nur 14 Prozent der gegebenen Versprechen umgesetzt. Deutschland schneide dabei gar nicht so schlecht ab. DATA-Direktor Tobias Kahler wertete die Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe und des deutschen Beitrags zum Globalen Fonds zu Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria als ein Zeichen dafür, dass Deutschland einen Gang höher geschaltet und auf die Überholspur gegangen sei. Nun müsse das Bundeskabinett Anfang Juli in seinem Etatentwurf für 2009 weiter Fahrt aufnehmen und 750 Mio. Euro für Entwicklung bereitstellen. In den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft müsse Deutschland eine Führungsrolle einnehmen.
Malaria ist in Kenia der “Killer Nummer 1″. Gerald M. Walterfang, Geschäftsführer der kenianischen NGO-Allianz gegen Malaria (KeNAAM), hob in diesem Zusammenhang hervor, dass die Erfolge gegen Malaria in Kenia ohne Unterstützung der Geberländer nicht möglich gewesen seien, aber noch nicht ausreichen. Schauspielerin Anke Engelke verwies darauf, dass mit einfachen Mitteln, wie einem imprägnierten Moskito-Netz für fünf Euro Leben gerettet werden könne. Ein solches Netz schütze 24 Monate. Auf ihren vier Reisen mit action medeor nach Afrika habe sie gesehen, wie neben der Prävention Malaria auch mit günstigen Medikamenten nach kurzer Zeit geheilt werden kann.
Richard Manning, bis 2007 Vorsitzender des Entwicklungsausschusses (DAC) der OECD, betonte, dass Deutschlands Entscheidungen insbesondere auch in der EU eine wichtige Rolle spielen und Signalwirkung haben. Er unterstrich zusätzlich die Bedeutung der Effektivität von Entwicklungszusammenarbeit. Nur wenn die Empfängerstaaten die Verantwortung und “Ownership” für die Projekte haben, funktioniere die Hilfe. Transparenz und Rechenschaftspflicht bei Gebern und Empfängern seien ebenfalls essentiell.
Die Entschuldungskampagne erlassjahr.de hebt besonders das Kapitel zu den Schuldenerlassen im DATA-Report hervor, der parallel in Paris von Bono, Bob Geldof, Angelique Kidjo und Yannick Noah vorgestellt wurde.


Am 28. Juni 2008 um 11:31 Uhr
Hallo,
Hilfe – JA, nur Bitte warum muß jetzt soviel Hillfe sein?
Diese Länder hatten alle so ihr eigenes Leben – Auskommen – System…da waren urwüchsiges, Traditionen und naturverbundenes…
Aber dann kamen die Kirchen und wollten diesen Menschen Gott bringen…??? Hatten sie nicht Ihren Gott wie auch immer er hieß???
Sie hatten ihre Medizinmänner und Frauen mit ihrem Urwissen – ok, die moderne Medizin kann vieles was eben mit den Naturmitteln kaum oder nur sehr langsam geht – und natürlich die Chirurgie, das ist schon enorm was da mittlerweile möglich ist…
Man hat getan was so modern wurde – man tut Alles um dem Menschen zu zeigen wie dumm er ist – und jetzt??? Warum???
Das ist einfach – ohne diese Praktik könnten Multiunternehmen nicht so unendlich reich und mächtig werden -
Wären Kirchen so einflussreich wenn, ja wenn die Menschen keine Angst hätten – wenn sie nicht tun was der Pfarrer/Prediger usw. sagt??? werden sie verdammt/kommen in die Hölle usw. -
Ich frage mich immer wieder wie wollen Menschen die eigentlich nur funktionieren da helfen wo man schon vor so langer Zeit begonnen hat den Menschen vor Ort ihr ureigenes Selbstbewußtsein zu nehmen???
Warum muß die ganze Welt funktionieren? Wofür und Wozu?
Kann wirklich nur Chemie helfen?
Wären die Menschen dort nicht glücklicher wenn sie wieder in ihren eigenem Bewußtsein leben könnten?
Was tut das ganze Gehabe dafür? Wer gibt diesen Menschen Wohlgefühl? Zufriedenheit?
bestimmt ist das nicht mit soviel Werbung und vorallem nicht mit ein paar bekannten Größen zu schaffen…
Ich glaube das viele Krankheiten eben durch die modernen “Helfer” dahin kamen…
Was wäre eine sinnvolle Hilfe?
Geld – Frieden – Eigenständigkeit – aber Hallo…
Das geht – aber nicht mit Medien und den jetzigen Praktiken!
Helfer/Unterstützer ohne Ruhm und Ehren – wo seid IHR???
Politik ade…Programme ade…Chemie ade…
zurück zu Bodenstädigem und den Menschen vor Ort!!!
Wer denkt darüber nach?
M. Protschka