Versprechen und Aussichten: APP veröffentlicht Afrika-Report
Wenn die G8-Staaten nicht schleunigst ihre Entwicklungshilfe für aufstocken, werden sie ihr Versprechen nicht erreichen, die Hilfe bis 2010 zu verdoppeln. Davor warnte der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan gestern in London, wo er als Sprecher den diesjährigen Bericht des Africa Progress Panels (APP) vorstellte. Der Bericht beklagt, dass trotz Fortschritten beim Schuldenerlass und den Hilfsleistungen einiger Geberländer, derzeit 40 Milliarden US-Dollar in Afrika zur Erreichung der Versprechen fehlen. Das APP fordert deshalb konkrete, verbindliche Zeitpläne der Geberländern, die Abschaffung der Kopplung von Entwicklungshilfe an Aufträge an nationale Unternehmen sowie – ganz allgemein – “innovative Finanzierungsmechanismen”.
Der Report (als PDF) spricht außerdem Empfehlungen in den Bereichen Nahrungsmittelkrise, Klimawandel, Welthandel und Guter Regierungsführung aus und ist dabei unterschiedlich innovativ: Während im Bereich Nahrungsmittel die Lösung primär in höherer Produktivität der Landwirtschaft gesehen wird, wird im Handelskapitel auch der Marktzugang für arme Länder thematisiert – ohne konkret zu werden. Hilfreich im Report ist die detaillierte Übersicht über die Versprechen der vergangenen drei G8-Gipfel.
Das APP ist ein informelles Gremium von Experten und Prominenten wie Tony Blair, Bob Geldof, Michel Camdessus, Peter Eigen und Graca Michel, das regelmäßig überprüft, ob und wie die entwicklungspolitischen Versprechen gegenüber Afrika eingehalten werden.
Die amerikanische Kampagne ONE wird in den nächsten Tagen ebenfalls einen G8-Report veröffentlichen, der auch auf Deutsch erscheint.


Am 27. Juni 2008 um 14:37 Uhr
Ich glaube viele Menschen wissen überhaupt nicht wie gut sie es haben. In den Industrieländern gibt es fast mehr als genug Nahrung, Medikamente, Trinkwasser und Menschenwürdige Wohnungen, außerdem auch viele Arbeitsplätze. In den Entwicklungsländern gibt es nicht mal die hälte von dem oben gannten, zur Grundversorgung, die Menschen leiden dort unvorstellbar und wir fressen uns hier rund und spielen teilweise mit essen, das ist unverantwortlich. Deshalb sollte das versprechen bis 2010 unbedingt gehalten werden, es wäre sonst vatal für die Menschen die unter zu wenig nahrung leiden und immer noch, teilweise von “Kolonialmächte” beherrscht werden. Sie können sich selber nicht mehr helfen, jetzt kommen WIR, wir müssen für sie einstehen und ihnen helfen!!!