Schweizer übergeben 200.000 Unterschriften
Was “Deine Stimme gegen Armut” in Deutschland, ist “0,7 % – Gemeinsam gegen Armut” in der Schweiz. Mehr als 200.000 Unterschriften gegen Armut hat die Kampagne am Montag bei der Bundeskanzlei in der Hauptstadt Bern eingereicht. Mit dabei war eine Blaskapelle – um dem Bundesrat und dem Parlament den Marsch für mehr Entwicklungshilfe zu blasen (Videos und Bilder von der Aktion).
Die genau 201.679 Unterschriften stehen unter einem Petitionstext, der vom schweizerischen Parlament und Bundesrat fordert, die Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen, diese Mittel gezielt zugunsten der Ärmsten weltweit einzusetzen und mehr zu tun für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG).
Die Entwicklungshilfe der Schweiz lag 2007 bei 1,68 Milliarden US-Dollar, das entspricht 0,37 Prozent des BNE. Gegenüber 2006 sind die Mittel um 3 Prozent gesunken. Im Bündnis “0,7 % – Gemeinsam gegen Armut” haben sich 60 schweizerische Hilfswerke, Frauen- und Jugendorganisationen, Umweltverbände, Kirchen und Gewerkschaften zusammengeschlossen.


Am 28. Juni 2008 um 10:33 Uhr
Genau das meine ich auch in meinem Artikel zur Aktion – das mit den Unterschriften sieht super aus, aber was bringt es denn wirklich?
Ganz klar steht daneben die Hilfe mit der Geldspende, das ist ja schon enorm viel sinnvoller, aber wenn man sich jetzt nur auf die Unterschriften beschränkt, wem hilft das denn wirklich? 8)