TV-Doku über “Hunger und Wut”
Wer in der Nacht zum Freitag um halb eins das ZDF eingeschaltet hatte, konnte die spannende Dokumentation “Hunger und Wut” der Mainzer Autorin Petra Schulz verfolgen. In dem 45-minütigen Film wird auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie die aktuelle Nahrungsmittelkrise das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung ist, die nur am Wohlergehen der Industrieländer orientiert war. Wer die Doku verpasst hat, hat Glück: Auf der ZDF-Webseite ist der Film in voller Länge zu sehen.


Am 30. April 2008 um 15:40 Uhr
avaaz.org sammelt Unterschriften für eine Petition um den Politikern der UNO sowie den G8- und
EU-Staaten die Forderungen nach einer wirksamen Bekämpfung des weltweiten Hungers als riesigen “Aufschrei” zu präsentieren.
Wessen Unterschrift fehlt da noch?
UNBEDINGT UNTERSCHREIBEN!!!!!
http://www.avaaz.org/de/global_food_crisis/23.php?cl=85108872
Am 11. Juli 2008 um 16:05 Uhr
Dieser Film ist das mit Abstand dümmlichste Pamphlet das ich je gesehen habe. Dafür bezahlt das ZDF meine Gebührengelder? Ich bin mit einer kritischen Haltung zu vielen der angesprochenen Punkte ja völlig d’accord. Aber dieser chaotische Quatsch der gestern über den Äther ging, war keineswegs eine Dokumentation. Allenfalls ein “Kommentar”. Dramatische Musik, reisserisch aufbereitete “Fakten”, alles vorgetragen mit dramatischem Timbre aus dem Off… Der Titel Hunger und Wut sagt allerdings schon fast alles. Die Autorin ist wütend, auf wen weiß man nicht so genau, vermutlich “gierige Spekulanten”, aber die Dinge sind in der Wirklichkeit ja auch etwas komplizierter als in diesem Leidens-Porno für Weltverbesserer. Eine Betroffenheitsjournalistin reist um die Welt um ihren Agitprop auf dem Niveau eines rebellierenden sechzehnjährigen Pennälers mit klischee-triefenden Filmaufnahmen Typ “hungerndes Kind?, “gieriger Börsenmakler?, “mutige-von-Che-Guevara-träumende-Campesinos? zu bebildern. Unterirdisch.
Am 6. Oktober 2008 um 16:49 Uhr
[...] der Deutschen Bank eine “passende” Werbekampagne einfallen lassen. Während Hunger die Menschen weltweit auf die Strassen treibt und zu Ausschreitungen in Haiti, Bangladesch und Teilen Afrikas führt, versucht die Deutsche [...]
Am 29. Oktober 2010 um 10:21 Uhr
Leider werden derlei Filme viel zu selten ausgestrahlt. Viel öfter sollten wir Reichen und Fetten mit dem konfrontiert werden, was wir da, gewollt oder nicht, bei unseren Mitmenschen anrichten. Vielleicht würde dann bei einigen Menschen langsam ein Umdenkungsprozess angestoßen, und manch einer würde vielleicht mal seinen Fleischkonsum wenigstens reduzieren.
So aber schütteln wir nur einmal betroffen den Kopf, um dann weiterhin genüsslich unsere Steaks zu verspeisen und uns voll zu mampfen.
Allein, was an einem Abend im Müllkontainer unseres Supermarktes und der Bäckerei verschwindet an noch Essbarem etc. Und selbstverständlich ist es den Armen verboten, das rauszuholen. Das ist Diebstahl!!!
Es ist nur die grenzenlose Gier der Mächtigen, die solche Zustände ermöglicht. Ob ich noch erlebe, dass sich was ändert?