Teure Grundnahrungsmittel: Biotreibstoff gefährdet Recht auf Nahrung
Die größte humanitäre Hilfsorganisation der Welt, das World Food Programm (WFP) der UNO schlägt Alarm. Die Lebensmittelpreise für Grundnahrungs- mittel Hafer, Weizen, Roggen und Gerste sind in den letzten Jahren derart stark angestiegen, dass befürchtet wird, dass die UNO zu wenig Geld für ihre Hilfsleistungen hat. Das WFP versorgt weltweit rund 90 Mio. Menschen, die von Armut, Kriegen und Naturkatastrophen betroffen sind.
Die Preise für Lebensmittel sind in den letzten Jahren um rund 40 Prozent gestiegen, für Weizen sogar um 90 Prozent. Wenn die Mittel für Nahrungsmittel von den Geberländern nicht erhöht werden, müsse das WFP seine Hilfe stark einschränken. Zu den Gründen für die enormen Preissteigerungen zählen eine erhöhte Nachfrage nach Futtermitteln für die Fleischproduktion, der Klimawandel aber auch die hohen Ölpreise. Auch der Umweltschutz in Entwicklungsländern führt zum Anstieg der Lebensmittelpreise: Auf Flächen, die früher als Rinderweiden, Baumwollplantagen und Sojafelder genutzt wurden, werden heute Rohstoffe für Biokraftstoff angebaut, der herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt werden soll.
In seinem Bericht über das weltweite Recht auf Nahrung kritisiert der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler, dass die Produktion von Biotreibstoff aus Nahrungsmitteln die Menschenrechte verletze. Die steigende Produktion von Biotreibstoffen werde zu mehr Hunger in den Entwicklungsländern führen. Er fordert ein fünfjähriges Moratorium der Biotreibstoffproduktion aus Nahrungsmitteln und die Suche nach alternativen Möglichkeiten.


Am 4. April 2008 um 19:30 Uhr
Kranke Lösung Biotreibstoff…
Die taz titelte gestern höhnisch ADAC rettet Regenwald. Der Grund seines Einsatzes gegen “Biosprit” war die Tatsache, dass um die eine Million Autos die Biobeigabe nicht vertragen würden. Wieviel Glück hatten diejeningen an diesem Tage,…