Klima-Aktionstag am 8. Dezember
Am 8. Dezember ruft ein breites Bündnis von Organisationen aus dem Entwicklungs- und Umweltbereich mit der “Klima Allianz” auf zum Aktionstag für den Klimaschutz. In ganz Deutschland – und auch in vielen anderen Staten weltweit – wird es daher Aktionen und Demonstrationen geben, eine Übersicht über alle dezentralen Aktionen gibt es hier. Zudem wird es sowohl in Berlin als auch am Braunkohlekraftwerk Neurath bei Düsseldorf Großdemonstrationen geben.
Die Bekämpfung der globalen Umweltkrisen ist auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Klimawandel, Artensterben und Ressourcenknappheit treffen oft diejenigen am härtesten, die am wenigsten dafür verantwortlich sind: die armen Bevölkerungsschichten in den Entwicklungsländern.
Zum Beispiel “Wasser”: Schon heute haben rund 1,1 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Diese Situation wird sich durch den Klimawandel für Millionen von Menschen verschärfen: durch unregelmäßigere Niederschläge, zunehmende Dürreperioden bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach Wasser durch eine wachsende Weltbevölkerung.
Zum Beispiel “Ernährung”: Gegenwärtig leiden mehr als 850 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung, Tendenz steigend, denn durch die Erwärmung wird die landwirtschaftliche Produktion in vielen Regionen zurückgehen, Wüstenausbreitung, Bodenversalzung und Wasserverknappung können diesen Trend verschärfen.
Zum Beispiel “Krisen und Konflikte”: Der Zugang zu Wasser, zu Land und umweltbedingte Flüchtlingsbewegungen sind heute bereits Ursachen vieler Konflikte und Krisen in der Welt. Der Klimawandel wird bestehende Umweltkrisen verschärfen, Konflikte um Landnutzung und Zugang zu sauberem Wasser werden ebenso zunehmen wie die Umweltmigration.
Deshalb gilt: wer Armut wirksam überwinden will, muss den Klimawandel stoppen.

