Konzert in Rostock: In einer Stunde geht’s los!
Die Besucher strömen auf das Gelände, große weiße Banner säumen die Bühne und die Wege. In einer dreiviertel Stunde beginnt das Konzert “Stimmen gegen Armut” im IGA-Park Rostock. Bei fantastischem Wetter und einer absolut friedlichen Stimmung werden die Auftritte von Herbert Grönemeyer, Bono, Bob Geldof, den Fantastischen Vier, sechs Bands aus Entwicklungsländern und vielen mehr erwartet. Das Bild zeigt den Bühnenaufbau gestern.
Das angekündigte “Public Viewing” am Strand von Warnemünde musste aufgrund von Sicherheitsbedenken der Behörden abgesagt werden. Dafür gibt’s eine Übertragung im TV (ARD ab 18.20 Uhr) und im Internet (www.aol.de/p8). Alle weiteren Infos zu Künstlern und Botschaften auf www.deine-stimme-gegen-armut.de/konzert.html.


Am 7. Juni 2007 um 12:22 Uhr
Ich find es toll, wie ihr euch stark macht und dass man eure Spots weiterverbreiten darf. Ich werde das tun. Ich hab euer Video auf meine Seite gestellt und werde den Spot heute in meinem Podcast spielen!
Am 7. Juni 2007 um 16:27 Uhr
Wie peinlich ist bitte dieses Konzert? Da kostet ein Wasser 2,80 Euro, man darf GAR NICHTS mit reinnehmen… Die Bierfirmen, Imbissbuden und Cocktailstände verdienen sich eine goldene Nase mit diesem Tag. Das kann nicht sein! Interessiert dort jemanden die Armut???
Am 7. Juni 2007 um 21:12 Uhr
Hallo. Habe das Konzert leider nicht vor Ort verfolgen können, habe aber ab halb sieben den Abschluss im TV gesehen und ich fand es genial. Daumen hoch und weiter so. Ich hoffe es werden sich noch viele Menschen an dieser Aktion beteiligen, denn es lohnt sich. Kompliment an Herbert Grönemeyer und die anderen, für das was sie hier auf die Beine gestellt haben.
Am 7. Juni 2007 um 22:16 Uhr
Musste ja gerade etwas nicht so schönes lesen. Der Titel des Artikels: “G8-Gipfel Konzert – Grönemeyer – Vorne Wasser predigen hinten Sekt trinken”:
http://www.mvregio.de/show/39082.html
Am meisten stört mich an dem Artikel folgende Passage:
“Hinter der Bühne im sogenannten Backstage-Bereich war allerdings wenig von dem Motto “Stimmen gegen Armut” zu spüren. Dort saß man bei Moet-Chandon Champagner und sonstigen Leckereien. Als ein Reporter das Ganze fotografieren wollte, wurde er ziemlich unsanft von den teilweise ziemlich aggressiven Sicherheitsleuten des Platzes verwiesen und musste die Fotos löschen. Danach wurde der Backstage Bereich mit zusätzlichen Sichtblenden versehen.”
Vorne wird “der” Sicherheitszaun (der immerhin acht Staatschefs schützen soll) kritisiert und sich darüber lustig gemacht und hinten werden die “Stars” von Fotografen und anderen Blicken abgeschottet, weil man sie nicht beim Hummer und Champagner erwischen darf?
Wäre schön, wenn es dazu eine Stellungnahme geben würde.
Insgeheim und inständig hoffe ich, dass der Redakteur des obigen Linkes sehr übertrieben hat.
Gerade im Rahmen einer solchen Veranstaltung und der Chance. mehr als nur die 70tsd Anwesenden für seine Ziele zu erreichen, sollte es doch einmal möglich sein, auf solchen Luxus zu verzichten, oder?
Noch eine Frage: Geht von den 2,80€ für einen Becher Wasser(!) ein Anteil in die P8-Länder?
Am 7. Juni 2007 um 22:20 Uhr
Hallo,
es war ein wunderbares Konzert, dass hoffentlich nicht nur die ANwesenden erreicht hat. Vielen Dank an alle Beteiligten
Naja fast…denn wer auch immer die Verhandlungen über die Platzversorgung geführt hat, hat das Thema des Abend ad absurdum geführt. Kein Problem, dass Mitgebrachte Getränke evtl. ein Risiko darstellen, aber bei fast 10€ pro Liter Wasser bei über 25 Grad ist einfach unverantwortlich.
Am 7. Juni 2007 um 22:23 Uhr
Ich finde es wirklich schlimm wie die Politiker sich gegenseitig die Klinke in die Hand geben und und eine rießige Show veranstalten (wie auf diesen G8 Gipfel ) wo ehh nix gescheits bei hinten raus kommt !!!
und in Afrika verhungern derweil hunderte KInder wirklich schlimm !
Erlasst den ärmeren Staaten endlich die Schulden !!
Am 8. Juni 2007 um 05:28 Uhr
Grönemeyers Rockgipfel, so nannte die ARD das Konzert. Kein Wunder wenn Grönemeyer, wie er sagt, vor zwei Jahren DSGA erfunden hat ;-). Na dann kann Grönemeyer ja auch selbst Stimmen sammeln gehen, ehrenamtlich die Stände betreuen, die Entwicklungszusammenarbeit machen und und und. Übrigens haben Leute wie Geldof, Bono oder Grönemeyer von niemandem ein Mandat erhalten, für irgend jemanden einzutreten (Mehrfacher O-Ton Geldof PK). Schön dass sie ihren Namen für einen guten Zweck hergeben, aber dieses Mandat haben die Menschen, die sich tagtäglich professionell oder ehrenamtlich in NGOs und ähnlichen Organisationen engagieren. Bono und co. sind nur deren medienwirksames Gesicht, vergesst das mal bitte nicht bei den Auftritten eurer ansonsten wie ich finde sehr gelungenen und aussagekräftigen Kampagne.
Am 8. Juni 2007 um 10:56 Uhr
Hallo zusammen,
das Konzert gestern war einfach nur genial.Die Botschaften der P8 Länder sollten allen zu denken geben, wie gut es uns eigentlich geht.Wir sind aufgerufen endlich etwas gegen diese Armut zu tun, und den Politikern in ihren Hintern zu treten, damit endlich etwas passiert. Jeder Filmbeitrag am gestrigen Tag löste Gänsehaut aus, als Sarah Kuttner dazu aufruf zu schnippen,der Wahnsinn 70000 Menschen schnippten zeitgleich ein Leben aus.Man darf garnicht daran denken, es kommen einem sofort Tränen in den Augen.Ein Lob an alle Bands, Rednern,Verantworlichen,Technikern,Helfern und an das Sicherheitspersonal.Man hat sie kaum gesehen und doch fühlte man sich sicher.
Einziger Wermutstropfen waren die Getränkepreise.Unverschämt auf solch einen Konzert 2,80Euro für ein schlückchen Wasser zu nehmen.
Aber es war rundherum ein gelungenes Festival.
Vielen Dank an alle, besonders natürlich an Herbert,Bono,Campino und “The Greatest” Sir Bob Geldorf.Ohne ihn würde es dies alles nicht geben
KEEP THE PROMISE !!!!
Euer Holger
Am 8. Juni 2007 um 11:30 Uhr
War ein schönes Konzert, aber der Preis für 0,3L Wasser (2,80€) ist geradezu peinlich bei einem nicht kommerziellen Konzert – zum einen geht davon wahrscheinlich nicht die Hälfte in den “Fond”, zum anderen ist das ganze sogar illegal, weil keines der nichtalkoholischen Getränke am Ausschank weniger als Bier (0,3L auch für 2,80€) gekostet hat. 30€ für ca. 3,5 Liter Flüssigkeit (die man angesichts der krassen Hitze benötigte) sollen wohl ein makabres Beispiel für die Wassernot in manchen Ländern darstellen oder was? Kommerz findet anscheind immer wieder auch in den wohltätigsten Veranstaltungen seinen Platz. Nicht zu vergessen die hunderten weggeworfenen (Plastik-)Wasserflaschen am Einlass. Traurig!
http://www.gesetze-im-internet.de/gastg/__6.html
Am 8. Juni 2007 um 11:44 Uhr
Das Konzert und auch die Botschaften waren total klasse
aber:
die Preise und das drum herum war echt ziemlich daneben. Kann das auch in keinster Weise verstehen was da abging. Da engagiert man sich die ganze Zeit für eine solche Aktion mit und fühlt sich jetzt doch etwas verraten. Freue mich schon auf die Kommentare meiner Freunde und Kollegen bei denen ich für den guten Zweck Werbung gemacht habe.
Wie konnte es zu sowas kommen? Wasser 2.50 ?? Ich war echt Sprachlos und völlig enttäuscht davon.
Am 8. Juni 2007 um 12:02 Uhr
Das einzige dass ich nun mit Sicherheit weiss, dass campino ein trottel ist!
Eine grosse Sache mit viel Herzblut. Eine gewichtige Sache. nur einer, als
alternder Möchtegern Punk das Thema einfach nicht begriffen:
alle reden vom Schuldenerlass für die dritte Welt. Aber Campino regt sich auf dass
der Gipfel 90 Mio. kostet. Hmm…ja campino. Würd ich auch dagegen Demonstrieren..
dann wirds sicher billiger.
Geh heim…..
Am 8. Juni 2007 um 12:53 Uhr
„Alle 3 Sekunden stirb ein Kind an den Folgen extremer Armut“
Sehr geehrte Organisatoren der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“,
ich habe diese Seite ins Internet gestellt, um auch „meiner“ Stimme Ausdruck zu verleihen. Ich bin durchaus ein Sympathisant ihrer Ideen und unterstütze ihr Vorhaben durch meine Stimme.
„Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen extremer Armut“ ist eine traurige Feststellung, die leider der Realität entspricht. Schnelle und effiziente Hilfe sollte daher oberste Priorität haben bei einer Versammlung wie dem G8-Gipfel in Heiligendamm.
Leere Worte und hohle Phrasen gehören zwar zum täglichen Geschäft vieler Politiker – was sich allerdings bei Ihrem Benefizkonzert, am 7. Juni in Rostock, für ein Bild geboten hat, lässt mich wirklich zweifeln!
Die schwerwiegenden Folgen von Armut dürften wohl jedem bekannt sein: täglich hungern hilflose Menschen, während unsere Überschussgesellschaft sich auf Kosten der Armen bereichert.
Diese Überschussgesellschaft hat in Rostock ein extremes Ausmaß genommen. Bereits um 13 Uhr konnte man im Eingangsbereich sehen, wie mit Nahrungsmitteln umgegangen wird. Während Afrika und andere Nationen an Wassermangel und Nahrungsmittelknappheit leiden, häufen sich in Rostock vor dem Gelände des IGA-Parks die Berge an gefüllten PET-Flaschen, Tetrapacks, Kekspackungen, Waffeln… und und und.
Angekommen auf dem Konzertgelände eine Augenweide an kommerziellen Geschäften. Pizza- und Pommesbuden, Bier- und Weinwagen soweit das Auge reicht. Wohin wanden eigentlich die 2,80 Euro, die die einen für eine Selter, die anderen für ein Bier ausgeben mussten? Wird Afrika, wird Südamerika, werden andere arme Regionen davon auch nur einen Cent zu sehen bekommen?
Herr Grönemeyer, Herr Geldorf, Bono: denken Sie, Sie haben das Recht mit dem Slogan „Deine Stimme gegen Armut“ für die Unterstützung Afrikas und anderer Nationen zu werben, wenn durch, von Ihnen, organisierte Aktionen das gleiche Unrecht geschieht, dass die Politik betreibt?
Am 8. Juni 2007 um 13:56 Uhr
@Jens Brückner
Also dass Gröni und Co. sich gegen Armut stark machen und hinter der Bühne sich mal nen Champus genehmigen, finde ich nun wirklich okay und auch nicht widersprüchlich. Die Leute, die diese Seite besuchen und die Welt zum Besseren verändern wollen, also du und ich, wir leben ja auch trotz unserer Einstellung und Prinzipien unser Konsumleben weiter. Wir wollen keine verhungerten Kinder und gehen “trotzdem” mal ins Restaurant oder zu McDonald’s. Wir sind gegen Umweltverschmutzung und die Ausbeutung der Natur, produzieren aber “trotzdem” Müll am laufenden Band (schon allein wenn wir auf Klo gehn :P ) und kaufen Schreibblöcke, die aus toten Bäumen produziert werden.
Also nimms nicht so schwer. Man kann in die richtige Richtung gehen, aber wenn man alles haargenau nehmen würde, dürfte man sich gar nicht mehr ernähren, weil man ja indirekt immer damit jmd oder der Natur schaden würde.
Fand das Konzert bunt gemischt und sehr cool. Habs im Tv gesehen. Eine süße Idee, Bono bei “Mensch” deutsch singen zu lassen.
Am 8. Juni 2007 um 14:49 Uhr
Naja peinlich finde ich es nicht gerade, dass man Geld für Getränke bezahlen muss! Denkt ihr bitte mal daran, dass ihr nur 2,50 € für ne Karte bezahlt habt. Dann kann man doch auch mal Geld für Getränke bezahlen!!!!! Und die Budenbesitzer mussten mit Sicherheit eine Menge Standgebühren bezahlen!
Seht es doch einfach mal so: Die Idee, die hinter diesem Konzert steckt ist einfach genial! Sie haben es geschafft so viele Menschen zu animieren und die gesamte Veranstaltung war eine friedliche Demonstration! So friedlich hätten alle Demos ablaufen sollen, denn damit bekommt man mehr und vor allem positive Reaktionen und Aufmerksamkeit! Ich war auch auf diesem Konzert (und die Musik ist überhaupt nicht mein Fall), aber diese Atmosphäre war einfach nur genial! Das gesamte Konzept hat gestimmt und ist bei den Besuchern sehr gut angekommen. Ich fand es sehr schön und ziehe meinen Hut vor den Veranstaltern!
Ich bin Rostockerin und erlebe diese Chaostage leibhaftig mit! Die Großdemo am Samstag war eine Katastrophe, die durch den Veranstalter auch noch verschlimmert wurde. Ich habe am Samstag die Demo verlassen, weil ich mich einfach unwohl gefühlt habe. (Und von den Ausschreitungen hat man da direkt nicht mitbekommen, man hatte ausreichend Möglichkeiten auszuweichen und das alles friedlich mitzuerleben. Aber wenn der Veranstalter auf die Polizei hetzt, dann ist für mich die Veranstaltung gestorben und ich bin nach hause gegangen und habe gedanklich der Polizei nur viel Erfolg gewünscht.)
Und jetzt seht einfach mal das gestrige Konzert… alles war friedlich und die Leute konnten mit ihren Anwesenheit zeigen, was sie von der ganzen g8- Sache halten. Ich fand es klasse und hätte auch noch mehr für Getränke bezahlt, sofern dann etwas an die p8- Länder geht.
Hut ab für den gestrigen Tag!
Am 8. Juni 2007 um 16:01 Uhr
Sehr schade, dass selbst bei diesem eig. ANTI-Armuts-Konzert derart absurde Grundnahrungsmittelpreise aufgesetzt werden
Was mich dabei am meisten stört sind die vielen vollen, teils ungeöffneten Getränkebehältnisse (es ging ja nicht nur um Flaschen), die wir am Einlass einfach auf den Boden werfen mussten
Vllt sollte der Veranstalter beim nächsten mal das Motto dieses KOnzertes überdenken, ansonsten hat dieses in meinen Augen sein Anliegen völlig verfehlt
DAS war Kommerzwahn in seiner reinsten Form
Am 8. Juni 2007 um 16:31 Uhr
Ein wirklich toller Tag in Rostock!
Wichtig und richtig ist, dass hier einmal die zu Wort kommen konnten, um die es wirklich geht: die P8! Wirklich gute Beiträge und Reden konnten einem die Augen öffenen, ins Gedächtnis rufen, was Sache ist und die auch Hoffnung und Lebensfreude signalisieren!
Außerdem tolle Musik und riesig gute Stimmung. Mann also auch friedlich seint Stimme erheben!!!
Macht weiter so!
Am 8. Juni 2007 um 16:52 Uhr
Warum muss man denn nun unbedingt in Sack und Asche gehen, wenn man etwas gegen Armut auf der Welt tun will?
Kann vielleicht mal einer den Leuten, die diese Anstrengungen unternommen und die Initiative ergriffen haben, das Glas Champagner einfach gönnen?
Die Initiatoren dieser Aktion benutzen das schreckliche Bild durch Hunger sterbender Kinder, um ein Umdenken der reichen Nationen zu bewirken. Es ist jedoch ausgemachter Quatsch zu verlangen, dass die Leute sich nun selbst nicht mehr satt essen dürfen.
Meines Erachtens geht es um die Frage, wie wir anderen helfen können und wirksam verhindern, dass durch unseren Wohlstand Menschen leiden und sterben müssen. Es hilft keinem, wenn sich die Bands bei Brot und Wasser auf die Bühne stellen und flennen.
Aber es hilft, wenn die Regierungs-Profis mitbekommen, was wir über sie denken und was wir von Ihnen verlangen. Schließlich bekommen sie unser Geld, um einen Job für uns zu machen.
Meiner Ansicht nach haben sich Herbert Grönemeier und auch all die anderen am Zaun mehr als Champagner verdient, nämlich Respekt!
Am 8. Juni 2007 um 21:36 Uhr
Leider habe ich nur Bruchstücke des Konzertes auf AOL sehen können, aber ich fand die Stimmung einfach genial. Gern wäre ich dabei gewesen, aber ich musste leider wie den Rest der Woche auch arbeiten.
Zum Thema Champanger stimme ich Matthias zu (nur weil ich den Armen der Welt helfen will, muss ich ja nicht nur Wasser und Hirse zu mir nehmen, oder!?) Ich denke mal nicht, dass irgendwer der Künstler für den gestrigen Auftritt Gage kassiert hat.
Alles in allem fand ich die letzte Woche als Rostocker eigentlich ganz angenehm (für solch eine Großveranstaltung war es sehr ruhig, gab kaum Behinderungen im normalen Alltag, die City war bunt gemisch mit vielen interessanten Leuten (wär schön, wenn ihr mal wieder vorbeischaut, auch ohne G8) selbst die Polizei war meist freundlich und entspannt, auch wenn manchmal der Wasserwerfereinsatz völlig übertrieben war!
Achso, Getränkepreise, über 2 € für ein Wasser ist ja wohl richtig dreist. Sowas sollte für solch eine Veranstaltung bereits vorher abgesprochen sein, dass zumindest Wasser für einen fairen Preis zu bekommen ist (5 € / m³????) Keiner verlangt hier Freibier, es ist wirklich nur das elementarste und wichtigste unseres Lebens, das Grunbedürfnis Wasser zu trinken, ohne schwer reich zu sein!
Gruß Markus
Am 9. Juni 2007 um 01:41 Uhr
An die Veranstalter und Unterstützer: Unterm Strich eine tolle und sehr wichtige Arbeit. Seht meine Kritik weniger als Genörgel, sondern vielmehr als Anregung, wie man noch widerspruchsfreier eure Arbeit an die Öffentlichkeit bringt:
Da sieht man Filme über Menschen in Afrika, die knapp an Wasser und Nahrung sind. Und kurz vorher musste ich meine Pfand-Plastik-Wasserflasche in den Müll werfen – mit welcher Begründung? Der Sicherheit wegen? Wohl kaum… Von Freunden habe ich erfahren, dass diese sogar ihr mitgebrachtes Essen wegwerfen musstem. Und dann fordern Redner, man solle mit seinen Luxusgütern nicht verschwenderisch umgehen. Nahrung ist kein Luxusmittel, aber leider ist es nunmal so, dass eine regelmäßige Mahlzeit für manche Menschen Luxus ist.
Ich habe ja nix gegen Champagner, und wer sich seinen Standard erarbeitet hat, soll ja auch was davon haben (bin auch kein Freund von Jute-Kleid und Jesus-Laatschen). Aber ich sehe das so: Champagner und Hummer und all sowas ist Luxus. Ein solchen Luxus erstreben auch die Mineninhaber, die ihre Arbeiter ausbeuten – daher für mich in diesem Rahmen unpassend. Und außerdem: Wieso versteckt man sich hinter Sichtblenden und lässt Reporter und Fotos vom Buffet entfernen? Man ist also selbst nicht besser, als die auf der Bühne vor 70tsd Menschen kritisierten Politiker in Heiligendamm – mit dem Unterschied, dass sie den Zaun zur ihrer Sicherheit nutzen und Pressevertreter an sich heran lassen.
Ich fasse meine Kritik mal in 3 Punkten zusammen:
1. Getränke wegwerfen
2. Essen wegwerfen
3. Luxus hinter Sichtblenden und Ausschluss von Pressevertretern – wenn, dann soll man dazu stehen.
@Bisou
Naja, ich weiß ja nicht wie Du nach deinen Überzeugungen lebst. Es gibt halt Sachen, die kann man beeinflussen und andere nicht. Wenn ich etwas gegen die Müllproduktion und für die Rohstoffschonung tun will, nutze ich Pfandsystem, “Grünen Punkt” und Co. Wenn ich mir darüber bewusst bin, dass es uns nahrungstechnisch besser geht als anderen, dann vermeide ich es Nahrung wegzuwerfen. Wenn ich ein Problem mit McDonnalds habe, dann kaufe ich da halt nix. Auf der anderen Seite gibt es Grenzen, z.B. Gesundheit oder in finanzieller Hinsicht. Kaffeetrinkern fällt es sicherlich teilweise schwer, den teureren aber politisch korrekteren Kaffee zu kaufen.
@Matthias
Ich sage ja nicht, dass man seinen Standard auf den von Entwicklungsländern runterschrauben soll. Und gegen vernünftige Kleidung sagt doch auch keiner was. Ich finde das Bild halt sehr dekadent: teuren Champus trinken und vor dem Bildschirm stehen, auf dem man durstige und hungernde Menschen sieht. Und wenn das alles so korrekt ist, wieso versteckt man sich dann?
Unterm Strich war es ja wirklich eine tolle Veranstaltung mit äußerst interessanten Gästen. Die Mischung aus Musik sowie Rede- und Videobeiträge haben mich (und meine Freunde) wieder für das Thema sensibilisiert. Darauf kam es ja letzten Endes auch an.
Am 11. Juni 2007 um 21:07 Uhr
das Konzert war geil, der Eintrittspreis war geil, aber die Preise für Essen und Getränke waren einfach nur zum kotzen. Wenn man den ganzen Tag da war, war man aufgrund der Hitze gezwungen etwas zu kaufen, weil man nichts mit rein nehmen durfte…….nächstes Jahr stell ich mich auch mit ner Wurstbude hin und verdiene mir ne goldene Nase……
Ansonsten war es einfach nur geil………..
Am 12. Juni 2007 um 15:09 Uhr
Ich hab gestern erst den Spot in der Werbung gesehen und er ist mir sehr nache gegangen.Ich finde die Idee gut so Leute auf die Armut Aufmerkssam zu machen.Vor Armut darf man nicht die Augen verschließen.Macht weiter so.:D
Am 17. Juni 2007 um 21:01 Uhr
Jetzt möchte ich auch mal meine Eindrücke widergeben:
Bei hochsommerlichen Temperaturen war das heutige Motto: SAUFEN FÜR DIE ARMEN. So mein Eindruck… Bei dieser Hitze sein Getränke am Eingang “abgeben” zu müssen kann ich ja noch verstehen…aber was sich innerhalb des Geländes abgespielt hat – für mich ein Witz – eine einzige Farce. Entweder man betrank sich heute mit den diversen alkoholischen Getränken (von Cocktail bis Bier) mit dem guten Gewissen “Man tue ja was Gutes” oder man gab sage und schreibe 2,80€ für 0,3l Wasser aus mal ganz abgesehen von den horrenden Preisen bei den “Essens-Ständen”. HALLO liebe Organisatoren…war das der Mindestpreis, der eingenommen werden musste oder was… (an keinem Stand günstigere Preise !) Quasi künstlich ein Monopol aufgebaut – und dann drüber schimpfen, wenn die westliche Welt den Handel mit Schwellenländern verhindert…
Noch ein Wort zu den Tickets: Preis sehr okay, aber man hätte ein Limit pro Person einrichten sollen. Manche Leute haben ja laut Radioberichten gleich “30 Stück gekauft”…
FAZIT:
Für mich war das eine ganz große KOMMERZ-VERANSTALTUNG.
Am 18. Juni 2007 um 21:39 Uhr
herbert grönemeyer ist out – quasi alt-dedelow!
der rest auch.
campino schmeckt nich – da gibts immer sonen künstlichen nachgeschmack.
der affige bildschirmschoner auf den leinwänden wurde dauernd zu spät abgeschaltet.
die kuttner hat dummes zeug gequietscht.
es war zu warm.
fazit: glück gehabt, dass mir einer ne karte am eingang geschenkt hat ;) weil er noch ein ganzes bündel übrig hatte, weil seine ganzen “freunde” kurzfristig abgesagt haben
Am 18. Juni 2007 um 21:43 Uhr
nachschlag
“Einige Rostocker Journalisten meinten, es befänden sich unter den Sicherheitsleuten eine ganze Menge stadtbekannte dem rechten Lager zugehörige Personen.”
so kann man die leute auch von der straße wegholen – top
Am 19. Juni 2007 um 10:35 Uhr
leider war ich nicht in rostock auf dem konzert und habe auch die übertragung im tv bzw via internat über aol verpasst. jetzt habe ich die kommentare gelesen und mich quälen gemischte gefühle. es wirkt auf mich als ob nur eine perspektive gesehen – die typisch deutsche! wir sehen erst, was schlecht gelaufen ist! möglicherweise ist es nicht politisch korrekt diese überhöhten getränkepreise zu verlangen. aber keiner fragt, warum die preise so gigantisch hoch gewesen sind. ehrlich gesagt, ich habe auch keine ahnung, was ein ticket für ein konzert von bono oder grönemeyer und die dortigen getränke kostet?
warum wird vergessen um was es bei dieser veranstaltung geht? es war und ist ein event für das projekt “deine-stimme-gegen-armut”. wer von euch trinkt jetzt nur noch wasser und isst trocken brot? -vermutlich keiner. ehrlich gesagt ich auch nicht. worum ging es also in rostock? für mich ging es um eine botschaft! es ist wichtig die aufmerksamkeit der gesellschaft, d.h. jeden einzelnen zu gewinnen und auf die mißstände weltweit aufzuklären – welches medium ist als musik? ich wünschte es gäbe in ganz deutschland solche events zur verbreitung und zur aufklärung, damit wir als menschen endlich aufstehen und für uns einstehen und für unsere nachbarn und für umwelt.
Am 24. Juni 2007 um 20:25 Uhr
Hallo Ihr Preis-Nörgler,
habt vielleicht auch mal daran gedacht, das die Leute, die die Getränke verkaufen bezahlt werden müssen? Hier hat niemand umsonst gearbeitet – viele kamen von weit her (viele zwischen Bremen und Köln). Kann sich überhaupt jemand vorstellen, was für eine Logistik da betrieben werden muss?? Da muss Strom & Wasser gelegt werden, die Stände gebaut werden, TOILETTEN müssen aufgestellt und bewirtschaftet werden und der Platz muss auch von dem Müll, die 70.000 Menschen
produzieren, wieder befreit werden.
Alles das kostet Geld – nochmals, Herr Grönemeyer hat zwar die Bühne, die Technik und die Konzertlogistik bezahlt – alles andere, wie Hotels, Fahrtkosten, Security, Erste Hilfe und so weiter muss durch Eintritt und Verkauf der Cateringrechte bezahlt werden.
Solche Events finanzieren sich nicht durch guten Willen!!!
Danke an Beteiligten, die unsichtbar diese Veranstaltung möglich gemacht haben – Ihr seit die stillen Helden dieses Tages….
Am 9. November 2007 um 18:16 Uhr
Das ist doch kein Grund fuer die unglaubliche Preise der Tickets, oder?