Virtuelle Demo gegen Armut in “Second Life”
Auf der Internet-Plattform “Second Life” hat die Bangladesch-Organisation NETZ zur ersten Internet-Demonstration im Rahmen von “Deine Stimme gegen Armut” aufgerufen. Vor der virtuellen Paulskirche in Frankfurt wehten gestern die weißen Banner der Aktion. NETZ-Mitarbeiter verteilten weiße T-Shirts und weiße Bänder an die Demonstranten. Um 20 Uhr stellten Dirk Saam und Geschäftsführer Ingo Ritz per Voice Stream die weltweite Kampagne und ihre Ziele vor. Ausländische Gäste u.a. von der amerikanischen Kampagne ONE begrüßte NETZ auf Englisch.
Die Demo erreichte gegen 22 Uhr ihren Höhepunkt, als Besucher beim Rikscha-Rennen mit den typisch bengalischen Gefährten durch die online nachgebaute Frankfurter Altstadt manövrierten. Die drei Sieger des Rennens haben Karten für das Konzert “Stimmen gegen Armut” am 7. Juli in Rostock gewonnen – diesmal ein reales Konzert mit echten Menschen, die gegen weltweite Armut mobil machen.
Second Life ist eine Plattform auf der sich Internetuser digital selbst erschaffen und sich in einer virtuellen Welt wie im echten Leben bewegen können. NETZ sieht in der Online-Demo die Möglichkeit für junge Leute, Protest zeitgemäß auszudrücken und gleichzeitig deutlich zu machen, dass jeder etwas gegen Armut tun kann. NETZ hofft, dass einige der Besuche sich auch in Zukunft engagieren.


Am 1. Juni 2007 um 15:53 Uhr
Meine Stimme gegen Armut habt ihr sicher. In Gedanken bin ich bei eurer Demo dabei.
Am 1. Juni 2007 um 17:25 Uhr
Macht bitte dass Kinder in dritte Welt Völkern nicht mehr einen qualvollen Hungertot sterben müssen während deutsche und amerikanische Kinder überfressen vor ihrer Playstation sitzen…
Am 2. Juni 2007 um 09:39 Uhr
Wer wäre nicht gegen Armut? Während hier die großen Namen ihr schlechtes Gewissen mit einfältigen Aktionen beruhigen, kolonialisieren die Chinesen Afrika in aller Stille neu, sichern sich Schürfrechte auf Bodenschätze und zukünftige Absatzmärkte. Der Westen hat in Afrika längst den Anschluß verpaßt.
Die Chinesen werden sich über so viel naives Engagement Europas freuen. Was wir säen, werden sie gerne abernten.
Am 3. Juni 2007 um 02:28 Uhr
Leute ihr wollt keine Armut aber Demokratie? für mich ist das ein wiederspruch in Sich denn ,,Demokratie heißt immer Massenzwang”
. Solange es Sachen gibt ( heute ist es Geld ) mit denen Mann sich macht und vor allem Menschen Kaufen kann. Wird es immer Armut geben da nur eine Person ausreicht wenn diese genug Geld hat und ein wenig intelligent ist kann sie sich so viele leute kaufen die hinter ihr Stehen das sie Aktiv Politik Gestalten kann. Mann wird es auch nicht schaffen eine solche Person von einer guten gerechten Welt zu überzeugen und selbst wenn ja hüpft nur der nächste Reiche Sack an seine stelle. Mann muss dafür sorgen das es keine möglichkeit mehr gibt sich Macht zu beschaffen denn das ist das eigentliche problem solange es leute gibt die Macht über andere haben wird es auch jene unter ihnen geben die Menschen anderer Schichten ausnutzen.
…aber vergessen wir nie, das wir Anarchisten weder Rächer noch Richter sein können, wir wollen Befreier sein und als solche muss unsere Aktion in Aufklärungsarbeit und beispielhaften Taten bestehen.
(Errico Malatesta)
Am 3. Juni 2007 um 09:47 Uhr
Selbst Mutter dreier Kinder (erfolgreich groß), weiß ich dennoch, was es heißt in unserem so hochgelobten Staat, an der Armutsgrenze zu leben…warum schaffste dir auch so viele Kinder an…
Die Menschen der sogenannten 3. Welt.. sind Arm, weil die Mächtigsten unsere Regierungen, Industrien, Raffinerien, Diamantenhändler usw. ihre Länder ausbeuten und ausgebeutet haben, sie sind arm, weil wir uns in ihre Kulturen eingedrängt haben, im Namen der Religionen und der Wirtschaft sterben immer noch unzählige Menschen…und die Reichen? alibisoziale Sammlungen..die von den Steuern abgesetzt werden.. es ist wie es ist und es wird so bleiben…die einen stehn im dunkeln und die andern stehn im licht
Am 5. Juni 2007 um 21:21 Uhr
ich finde es unverschämt das soviel geld ausgegeben wird um alles abzuschirmen und die reichen zu verköstigen und in den armen ländern verhungern die kinder. die G8 teilnehmer sollten sich schämen.
Am 6. Juni 2007 um 14:07 Uhr
Es ist mir peinlich zu lesen, in welchem Spektakel die Regierungschefs dieser Welt bewirtet und empfangen werden. Um ein Treffen zu benennen, in dem schon im Vorfeld die Ziele qweitgehend festgesteckt sind. Allein für diesen finanziellen Aufwand, hätte man in armen Ländern, Familien und Kinder lange Zeit impfen, bilden und ernähren können. Dies zeigt, wie schief und erlogen dieser Gipfel ist. Leider! Wieder eine Chance vertan.
Am 9. Juni 2007 um 09:20 Uhr
was für ein Spektakel um den “Gipfel”, wieviel Geld muss dafür geflossen sein!? Es spottet dem, wofür Dieser doch gedacht war.
Wir dürfen niemals aufhören, unsere Stimme gegen die Armut dieser Welt zu erheben.Viele einzelne Stimmen sammeln sich zu einem gewaltigen Chor, einen Chor den die Mächtigen dieser Welt nicht überhören können.