G8-Finanzministertreffen: Nichts konkretes zur Entwicklungshilfe
Am Freitag und Samstag kamen die Finanzminister der G8 zu ihrer letzten Konferenz vor dem G8-Gipfel zusammen. Das Treffen, zu dem auch Finanzminister aus fünf ausgewählten afrikanischen Ländern eingeladen waren, fand in einem abgesperrten Luxushotel in Schwielowsee bei Potsdam statt.
Wichtigstes Ergebnis der Konferenz war die Verabschiedung zweier Aktionspläne, einen Aktionsplan für Good Financial Governance in Afrika, und einen weiteren zur Entwicklung von Anleihemärkten in Schwellenländern. Die Pflichten der reichen Länder bei Armutsbekämpfung und Entwicklungshilfe spielten in den Diskussionen offenbar keine Rolle. Bundesfinanzminister Steinbrück meinte in einem Pressebriefing am Freitag, vor Abschluss der Haushaltsberatungen Ende Juni werde er keine konkreten Zahlen zur deutschen Entwicklungshilfe der nächsten Jahre nennen.
“Deine Stimme gegen Armut” hatte vor dem Treffen mit Unterstützung zahlreicher einflussreicher Wissenschaftler und Intellektueller gefordert, dass die Finanzminister einen verbindlichen Zeitplan zur versprochenen Erhöhung der Entwicklungshilfe verabschieden. Mit der Veranstaltung eine White-Band-Night in Potsdam protestierte “Deine Stimme gegen Armut” öffentlichkeitswirksam dagegen, dass die Finanzminister sich immer noch weigern, sich intensiver mit der weltweiten Armut und den Notwendigkeiten der Armutsbekämpfung auseinanderzusetzen



Am 23. Mai 2007 um 17:43 Uhr
Solche Nachrichten zu lesen ist leider nicht sehr aufbauend. Hoffentlich ändert diese Aktion wirklich etwas….ich kämpfe weiter mit.
Aber, ich meine, wie sollen sich denn ein paar wohlhabende Typen, abgesperrt in einem Luxushotel, Lust bzw. Interesse haben sich mehr für die Entwicklungshilfe einzusetzen, wenn die es ja doch schön warm und kuschelig haben, die Bäuche sind voll, aber die echte Not bleibt irgendwo weit weg total abstrakt. Die müssten mal die echte Armut sehen, nein, erleben, mittendrin sein. Ich bin mir sicher, das lässt keinen Menschen kalt. Einmal erlebt verfolgt es einen das Leben lang…und das ist auch gut so, denn anders scheinen wir Menschen nicht fähig zu sein Mitgefühl zu empfinden.
Ich will mir gar nicht vorstellen wie solche Veranstaltungen ablaufen, denn dann würde ich mich nur aufregen.
Am 26. Mai 2007 um 23:16 Uhr
Radikale und Extreme Maßnahmen können auf Dauer keine Lösung darstellen.
Auch wenn man manchmal Lust danach verspürt die Richtig Großen Verbrecher (G8)
zu ….(sucht euch was aus).
Eine dauerhafte Veränderung kann nur von der Gesellschaft an sich ausgehen.
Schon Sokrates hatte verstanden:
“Wer die Welt bewegen möchte, muss zuerst sich selbst bewegen!”
Deshalb an euch alle da draussen:
Augen Auf!! Nicht morgen oder nachher,…JETZT!!!
Schaut euch um und steht auf wenn euch ein Unrecht über den Weg läuft…
Auch wenn ihr den oder die Menschen nicht kennt dem Unrecht angetan wird…
Versucht euch selbst zu besseren Menschen zu machen.
Das kann wirklich jeder tun.
Habt keine Angst den Mund aufzumachen und nutzt Gelegenheiten die, die euch im Alltag begegnen…je weniger Leute dies tun…desto mehr müssen andere tun…
und meist reicht das dann nicht aus….
Aber niemals aufgeben!
Hört nicht auf zu Träumen, egal für wie Absurd die meisten Menschen eure halten…
Jeder Einzelne kann sich selbst die Kraft geben um gegen das Unrecht in der Welt zu kämpfen.
Das ganze besteht eben aus vielen kleinen Stücken.
Bommel
Am 27. Mai 2007 um 22:09 Uhr
Hallo, ich habe mir bis vor 3 Jahren keine Gedanken um das reale Weltgeschehen gemacht-habe mir vormachen lassen, dass Capt. Amerika und Greenpeace alles im Griff haben und gedacht, dass irgendeiner schon darauf aufmerksam machen würde, wenn etwas nicht stimmt… tja, nun bin ich fast 30 und aus dem Kindesalter heraus und meine Erfahrungen gesammelt, bin “weltoffener” geworden und habe entdeckt, dass ich dazu erzogen wurde (vom System-nicht von meiner familiy!), meine Verantwortung abzugeben und schön zu funktionieren- Mir wurde klar, dass ich keinem die Verantwortung für meine Umwelt und somit auch mich, nicht aus der Hand geben darf! Uns geht es gut, wir alle können leben, sind frei und gesund… wir sollten froh sein und all unsere Kraft dazu verwenden, um Bedürftigen das gleiche zu ermöglichen, anstatt vom nächsten Urlau, Auto oder Gehaltserhöhung zu träumen! Erst wenn man nichts mehr hat entdeckt man, was einem fehlt. Erst wenn man krank ist und keiner einem helfen kann, erkennt man, was ich meine-doch dann ist es vielleicht zu spät, denn dann sind wir vielleicht alle schon verlohren… und für wen ? für etwa 300 Familien und deren Begünstigten, die durch Ihre “Geschäfte” das Weltgeschehen in ihrer Hand haben??? Fangt an nachzudenken, übernehmt Verantwortung und zeigt, dass Ihr Menschen seit! Danke!
Am 2. Juni 2007 um 10:20 Uhr
Liebe Finanzminister,
mögen auf dem G8-Treffen eure Schutzengel und die Seelen der Armen dieser Welt bei euch sein.
BB http://www.das-reiki-portal.de
Am 3. Juni 2007 um 18:53 Uhr
Jeder verdient mehr als eine Chance. Ich bin für Fairness, Frieden und Glück für alle Menschen. Danke!
Am 6. Juni 2007 um 17:56 Uhr
eure stimme zählt auch!
Am 7. Juni 2007 um 22:45 Uhr
Die Ziele zur Bekämpfung der Armut in Afrika sind alle ehrenwert und nachvollziehbar,
allerdings bin ich etwas irritiert über Aussagen einiger Künstler, zB Herbert Grönemeyer, die anscheinend nicht begriffen haben, es handelt sich um ein Treffen demokratisch gewählter Ministerpräsidenten/Staatschefs, die natürlich 8 Meinungen vertreten, die erstmal auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Das sollte jedem klar sein. Das Erklärungen eines solchen Treffens in diplomatische Formulierungen gefasst werden, ist ebenfalls logisch.
Das Thema Afrika wird eindeutig zu unkritisch gesehen, dazu möchte ich folgende Punkte anmerken:
Grundvoraussetzung für positive Entwicklungen in den Ländern sind zunächst stabile demokratische Verhältnisse, sowohl politisch, als auch wirtschaftlich. Ein Haupthindernis ist die Korruption in fast allen afrikanischen Staaten. Bestes jüngstes Beispiel ist Simbabwe, ehemals Kornkammer Afrikas, nun dank der Vertreibung der englischen Farmer (ca. 3000) und “Landreform”=Enteignung, auf Hilfsgüter angewiesen, Mugabe sei dank! Viele Probleme Afrikas sind hausgemacht. Positive Beispiele wie Kenia und Ghana zeigen, daß hohes wirtschaftliches Wachstum möglich sein kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Weiteres Hindernis sind die Handelsbarrieren innerhalb Afrikas, kaum ein Land versteht sich mit seinem Nachbarland, offene Grenzen und somit freier Handel Fehlanzeige.
Zum Thema Klima: Einigungen zum Klimaschutz gehen nicht ohne Einwilligung aller Beteiligten, einschließlich China und Indien. Und bei der Argumentation der Chinesen, die Industriestaaten haben sich jahrelang das Recht genommen, Klimaverschmutzung zu betreiben und wollen es jetzt China verbieten, da gehen schnell die Gegenargumente aus.
Und realistisch gesehen geht ohne das Wohlwollen der Chinesen gar nichts, dazu ist China zu mächtig.
Am 8. Juni 2007 um 08:32 Uhr
Ich finde diese Aktionen sehr gut, aber sind es nicht immer nur Tropfen, oder wird es doch irgendwann zum Schwall. Ich finde die Problematik geht schon bei dem Wort “Entwicklungshilfe” los. Als ob die zu blöd sind, sich zu entwickeln. Ist es nicht eher so, dass die armen Länder alle Kolonialländer waren. Das wir sie ausgeblutet haben und immer noch sehr gut auf ihre Kosten leben? Muss es nicht heißen “Wiedergutmachungsfond”? Wie oft und wie lange wollen wir die 3. Welt (für mich ein Schimpfwort, weil es heißen muss Exkolonialländer)
noch weiter ausbeuten und wie oft und wie lange wollen wir noch ihren Stolz verletzen? Was meint ihr warum sie sich in Religion und Hass gegen uns flüchten. Sie haben Stolz und das darf man auch nicht vergessen.