Der offizielle Blog zur Aktion DEINE STIMME GEGEN ARMUT


Europäische Regierungen verfehlen Ziele für Entwicklungsfinanzierung

Cover Im heute veröffentlichten Bericht “Hold the Applause” (etwa: ‘Applaudiert nicht zu früh’) kritisiert der europäische NRO-Dachverband CONCORD, dass bedeutende EU-Mitgliedsstaaten ihre zugesagten Ziele für die Entwicklungsfinanzierung verfehlen. In dem Bericht werden die europäischen Regierungen aufgefordert, erheblich mehr Geld an die ärmsten Entwicklungsländer zu transferieren.

Der Bericht zeigt auf, dass wichtige Geber, wie Deutschland, Frankreich und Italien, ihre internationale Zusage, mindestens 0,33 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, nur durch einmalige Schuldenerlasse sowie die Einbeziehung von Ausgaben für ausländische Studierende und Asylbewerber erreichen. “Armutsbekämpfung scheint nicht die oberste Priorität für die EU-Hilfe zu sein”, kritisierte CONCORD-Präsident Justin Kilcullen. “Sicherheit, geopolitische Allianzen und innenpolitische Interessen haben offensichtlich Vorrang”, so Kilcullen weiter.

Claudia Warning, Vorsitzende von VENRO, der die Aktion “Deine Stimme gegen Armut” gemeinsam mit Herbert Grönemeyer trägt und das deutsche Mitglied von CONCORD ist, wies darauf hin, dass laut dem Bericht etwa ein Drittel der deutschen Entwicklungsausgaben nicht unmittelbar der Armutsbekämpfung zugute komme und forderte die Verwendung von Steuermehreinnahmen zur weltweiten Armutsbekämpfung. “Die Bundesregierung muss in den kommenden Jahren erhebliche zusätzliche Haushaltsmittel bereitstellen, um die für die Jahre 2010 und 2015 zugesagten Entwicklungsgelder aufzubringen. Angesichts der in den nächsten Jahren sprudelnden zusätzlichen Steuereinnahmen für den Bund sollte es für die deutsche Regierung kein Problem sein, pro Jahr zusätzlich eine Milliarde Euro für den Entwicklungsetat zu mobilisieren”, forderte die VENRO-Vorsitzende.

6 Reaktionen zu “Europäische Regierungen verfehlen Ziele für Entwicklungsfinanzierung”

  1. Schleitz Luise

    Ich finde das gut was ihr macht denn viele Leute wissen wie viele Menschen in armut leben
    und an Krankheiten wie z.B. an Aids sterben.Ein dreiviertel der Menschen leben in Armut und auch deshalb finde ich es gut das ihr versucht der Menschheit zu helfen.
    Tschüß Luise

  2. Stefan Hartmann

    Diese Aktion will die Bundesregierung dazu zwingen Steuergelder für Entwicklungsprojekte auszugeben. Für diese Steuergelder müssen jedoch Menschen arbeiten. Und wenn das Geld für Entwicklungsprojekte nicht reicht, müssen entweder die Steuern erhöht werden oder die Ausgaben auf anderen Gebieten gesenkt werden.

    Da zu einer Umsetzung dieser Forderung wahrscheinlich eher die Einnahmen erhöht würden, bedeutet das im Kern also eine Enteignung der Besitzenden zugunsten der dritten Welt. Das ist Kommunismus. Soll doch jeder selber entscheiden ob er etwas spenden will.

    Mich würde mal interessieren, wieviel Steuern die Unterzeichner im Durchschnitt so zahlen.

  3. christoph reichardt

    Ich finde es schlimm ,dass so viele leute an hungernot,aids oder so sterben.es sollte dort dringend was getan werden, denn diese menschen haben genau dasselbe verdient wie wir.Ich finde dass die ,die geld haben jeder was spenden sollte.dieser menschheit der “dritten welt” muss dringend geholfen werden.ich habe schon unzählige solcher bilder gesehen wo kinder in armut leben,man sollte hier nicht wegschauen sonder helfen!! jeder sollte hefen was er kann denn nur wenn alle! helfen kann dort was verändert werden.ich finde diese welt in der wir leben ist ungerecht oder warum gibt es so viele ,die so viel geld haben und andere die sterben weil sie kein geld für für nahrung oder lebenswichtige medizin haben.ich finde es gut was schon in der “dritten welt ” passiert und was schon geforscht wurde um tödliche krankheiten zu bekämpfen.aber es passiert noch nicht genug jeder auf diesem planeten sollte helfen, dass diese menschen ein “normales ” leben ohne armut führen können.ich denke das dies aber in den nächsten 200 jahren nich passsieren wird da viel zu viele wegschauen.ich finde es gut das ihr vesucht die welt ein bisschen besser zu machen christoph ,15Jahre

  4. Andrea (Studentin)

    Anstatt Entwickungshilfe von aussen, wären Wirtschaftsabkommen, die interne Entwicklungen möglich machen nötig! Aber auch hier zeigt die Eu unter Merkels Führung, wiedermal ihr wahres Gesicht dass sie kläglich versuchen hinter der ganzen schillernden Fasade mit Afrika Fokus beim G8 zu verdecken. Was hilft mehr Entwicklungshilfe wenn an anderer Stelle Entwicklungsmöglichkeiten durch den Druck des Weltmarkt zerstört werden???

    GRÜNES LICHT FÜR DEN AUSVERKAUF AFRIKAS
    Deutsche EU-Ratspräsidentschaft drängt auf Freihandel zwischen der EU und Afrika
    (Dazu WEED Pressemitteilung zum EU Ministertreffen)

    [Kompletter Text wurde gelöscht. Der Originaltext ist hier nachzulesen: http://www.weed-online.org/aktuell/presse/551093.html; das Aktionsteam]

  5. Björn

    @ Stefan Hartmann: Sorry aber Sie haben nun nicht einmal im Ansatz verstanden worum es hier geht. Entwicklungshilfe als Kommunismus zu bezeichnen muss man sicherlich an Dämlichkeit gar nicht kommentieren.
    @ Andrea: Wieder einmal volle Zustimmung. Es muss darum gehen die Länder zu entschulden und ihnen dabei die Möglichkeit zu geben mit ihren Waren und Dienstleistungen selber Geld zu verdienen, eine eigene Entwicklung voran zu bringen ….

  6. Volker

    Um in den afrikanischen Entwicklungsländern eine Basis für Handel und Dienstleistungen zu schaffen, müssen die EU-Länder aufhören, ihren “Wohlstandsmüll” in die 3.Welt zu transportieren.

    Man muß ihnen die Möglichkeit geben, diese selbst herzustellen.

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