Intellectual Live 8: Meinungsführer fordern G8-Taten
Sir Bob Geldof und Alfred Biolek haben heute in der Hertie School of Governance in Berlin mit prominenten Experten und Vertretern aus Kultur, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft beim “Intellctual Live 8 – Forum für Afrika” acht Handlungsvorschläge für die G8-Agenda der Bundesregierung erarbeitet.
Mit einem Info-Stand war auch “Deine Stimme gegen Armut” vertreten. Neben Stimmen wurden Videospots für den Millennium-Spot gesammelt. Zum Schnippen vor die Kamera getreten sind neben Alfred Biolek (im Bild) auch Geldof selbst, Tote Hosen-Sänger Campino, Schauspieler Jan Josef Liefers, Moderatorin Maybrit Illner und der südafrikanische Botschafter in Berlin, Moses Mabokela Chikane. Das weiße Band, das Zeichen der Kampagne diente beim IL8 als “Eintrittskarte”.
Für den Kontinent in Ketten, wie Geldof Afrika laut FR tituliert, fordern die Meinungsführer:
- Die einseitige Öffnung der G8-Märkte für landwirtschaftliche Produkte aus Afrika,
- Zugang zu medizinischer Versorgung, besonders für Frauen,
- Bildung auf allen Stufen, besonders für Frauen,
- Förderung von Frieden und Sicherheit,
- Partnerschaften mit Großstädten zur Verbesserung der Wasserversorgung,
- Einführung von Finanzierungsinstrumenten, um Klimawandel zu begegnen, z. B. die Einführung einer Flugticketsteuer,
- Stärkung der afrikanischen Wirtschaften und
- Schaffung einer “integrierten, zukunftsorientierten, überstaatlichen Infrastruktur” in Afrika.


Am 5. Mai 2007 um 14:48 Uhr
Hallo ! Die sog. Schere zwischen Arm und Reich scheint immer größer zu werden.
Es ist nicht damit getan, dass man Firmen in´s Ausland verlagert und den Menschen dann lächerliche Löhne gezahlt werden. Auch das angespannte Arbeitsklima mitunter.
Ausserdem finde ich, dass ein Bruttosozialprodukt nicht nur mit ein paar wenigen
Führungskräften erwirtschaftet wird, sondern Überzahl fleissiger Menschen.
Die Geschichte müsste konstruktiv geplant sein, dass jeder vernünftig leben kann.
Wer ist dafür zuständig, sagt ein Beamter ? Das genau ist die große Frage.
Wer trägt da Verantwortung ? Wessen Arbeit ist es in einer funktionierenden
Demokratie ? Z.B. Basketballmillionäre – Ein lächerlich kleines Spielfeld mit übergroßen
Akteuren, die das Bällchen nur noch anzutippen brauchen, damit es im Netzchen
verschwuden ist. Welch ein success. Euch Allen Schöne Tag und Fröhliches Arbeiten.
Am 15. Mai 2007 um 10:06 Uhr
Ich freu mich
mitmachen zu können
Am 15. Mai 2007 um 16:15 Uhr
Es ist ja schön, wenn Prominente G8 Taten fordern – mir fehlt hier jedoch die konkrete Umsetzung!
Ich arbeite an einem kleinen Projekt mit, das auch Ernährung, Bildung und medizinische Versorgung gewährleisten will. Nur fehlt es natürlich immer an Geld, weil wir keinen prominenten Namen wie unicef o.ä. tragen. Dafür weiß man aber, dass das Geld nicht in der Bürokratie verschwindet.
Es wäre gut, wenn die Promis sich mal für solche Projekte engagierten und nicht nur für die mit den großen Namen und den großen Bürokratien!
Am 22. Mai 2007 um 08:07 Uhr
Ich finde, es gibt zwar auch in den Industrieländern Kinderarmut und überhaupt Armut, aber diese wird oft noch vom Staat aufgefangen. In diesen Ländern verhungert keiner. Es wird wirklich Zeit, dass mehr für Afrika getan wird. Ich glaube auch sehr stark, dass man mit besserer Aufklärung AIDS in den Griff bekommen könnte. Wenn jeder Bürger in den Industrieländern jeden Tag einen Euro spenden würde, dann wäre vielen Menschen in Afrika geholfen. Ich trage selbst das weiße Armband und hoffe, es bewegt sich etwas.
Am 28. Mai 2007 um 09:01 Uhr
Ohne soziale Balance, sinnvolle Übergangsregelungen, ausreichende Betreuungsangebote und die ideelle und tatkräftige Unterstützung von Wirtschaft und Gesellschaft ist das hochgelobte Elterngeld aber kein Meilenstein in der Familienpolitik, sondern nur ein weiterer Schritt zur Aufkündigung der Solidargemeinschaft. Dabei sind die Defizite so absichtsvoll angeordnet, dass sich der Glaube an zufällige Konstruktionsfehler eigentlich verbietet. Wenn der Staat bereit ist, für manche Kinder 1.800 Euro im Monat zu zahlen, während ihm andere nur 300 wert sind, erklärt sich vieles von selbst. Arbeitslosen, Hartz IV-Empfängern und Geringverdienern, deren sozialer Status immer offenkundiger zementiert wird, beschert die Große Koalition so gleich die nächste “Explosion an Gefühlen, die so schwer in Worte zu fassen ist.