“Weise Frau” dankt Bono – U2-Sänger trifft Bundeskanzlerin Merkel
U2-Sänger Bono hat sich heute in Berlin zu einem “informellen Gedankenaustausch” mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Dabei ging es vor allem um den Afrika-Teil des G8-Gipfels im Juni. Nach dem Treffen sagt Bono: “Sie kennt die Details der Versprechen von Deutschland und den anderen G8-Staaten und sie arbeitet an einem Plan, diese Hilfsversprechen zu halten. Sie ist eine weise Frau. Sie versteht, dass wir in eine Glaubwürdigkeitskrise geraten, wenn wir diese Versprechen nicht einhalten.”
Laut Agenturmeldungen hat Merkel Bono für sein Engagement gelobt und versprochen bzw. zugesagt beim G8-Gipfel über Afrika zu reden. Wie sich die Merkel die Thematisierung Afrikas vorstellt, ist der Pressemitteilung der Bundesregierung zu entnehmen: es gehe um “Verbesserung des Investitionsklimas, die Förderung nachhaltiger Investitionen und ‘good governance’” – also fast ausschließlich um Wirtschaftswachstum. Wirtschaftswachstum – so fordern entwicklungspolitische Organisationen, die “Deine Stimme gegen Armut” tragen – muss bei den Armen ankommen und darf nicht durch ungleiche Verteilungsstrukturen an den Armen vorbeigehen. Ein Beispiel dafür sei die Entwicklung in Südafrika.


Am 21. April 2007 um 14:18 Uhr
Wie dumm muß man eigentlich sein um die Versprechen der Politiker auch nur noch ein Körnchen zu glauben? Sie lügen seit Jahren das blaue vom Himmel herunter und trotzdem gibt es immernoch Leute, die mit ihnen reden und ihren Geschichten glauben schenken…
Am 23. April 2007 um 12:01 Uhr
was soll das denn??
Am 24. April 2007 um 11:00 Uhr
Es ist schwierig mit der Fundamental Opposition zu diskutieren. Ich denke das beide Wege ihre Berechtigung haben. Man solte die Leute, die nicht bereit sind “auf die Barikaden” zu gehen deshalb trotzdem nicht in dieser Art diskreditieren.
Am 24. April 2007 um 20:43 Uhr
wenn wir darauf warten, dass sich durch die politik/er etwas ändert, können wir bis in alle ewigkeit warten!
jeder einzelne von uns muss hinschauen und selber etwas für eine soziale wärme in deutschland tun!
Am 26. April 2007 um 09:05 Uhr
Apropos Realpolitik:
Aus der Zeit: Terroristenjagd statt Armenhilfe: Wie die EU neuerdings Entwicklungshilfe definiert (By Petra Pinzler)
Brussels, 25/01/07, (Die Zeit): Entwicklungspolitik sollte eigentlich ein Schlüsselthema der deutschen EU-Präsidentschaft werden. Man wolle »viel für die Menschen bewirken«, lässt die Chefin des däfur in Berlin zuständigen Ministeriums, Heidemarie Wieckzorek-Zeul, gern über ihre europäischen Pläne verkünden. Doch wer Europas Umgang mit den Armen wirklich verstehen will, sollte lieber das Kleingedruckte lesen: beispielweise die »Länderstrategien« der EU-Kommission, die in den kommenden Tagen ganz still und leise von den Regierungen der Europäischen Union verabschiedet werden sollen.
Dort stehen ganz andere Dinge und in dem Papier versteckt sich zudem eine politische Zeitbombe: Mit einen Teil der Programme kann Geld, das der Entwicklung dienen soll, künfting auch für den Kampf gegen den Terror benutzt werden.
Terroristenjagd statt Armutsbekämpfung?
Ein Beispiel ist Malaysia. Auf Seite 14 der Länderstrategie taucht unter dem harmlosen Titel Handel und Investitionen ganz unvermutet die Förderung von »Fähigkeiten im Bereich Antiterror« auf. Immerhin acht Millionen Euro, so erfährt man dann an anderer Stelle des Strategiepapiers, will die Europäische Union dafür in den kommenden drei Jahren ausgeben.
Das is kein Ausrutscher. Auch in die Programme von Kolumbien, Pakistan oder Indonesien hat sich der Antiterrorkampf geschlichen. Zudem sind die Länderbudgets oft nicht an einzelne Programme gekoppelt. Folglich bleibt es ein Geheimnis, wie viel Geld am Ende für die Armutsbekämpfung und wie viel für den Kampf gegen den Terror verwendet wird.
»Das wirft Fragen auf«, sagt der CDU-Abgeordnete Michael Gahler. »So etwas als Entwicklungshilfe zu deklarieren ist zynisch«, formuliert es Simon Stocker von Eurostep, einem Verband, der in Brüssel unter anderem die Deutsche Welthungerhilfe vertritt.
Eigentlich hätten die Länderstrategien zumindest im EU-Parlament für heftige Debatten sorgen müssen. Doch die zuständige Kommissarin Benita Ferrero-Waldner sandte die kiloschweren Papierstapel erst kurz vor Weihnachten zu. Zeit zum Lesen blieb da kaum. »Das ist ein unmögliches Verfahren«, klagt der grüne Abgeordnete Frithjof Schmidt und wünscht sich nun Hilfe von der Bundesregierung. Die bestimmt als EU-Präsidentschaft, wann der Rat der Regierungen die Programme endgültig abstimmt. »Vier Wochen und einige Erklärungen«, wünscht sich Schmidt. Viel verlangt ist das eigentlich nicht für ein bisschen mehr Demokratie.
Am 9. Mai 2007 um 18:10 Uhr
Bono und Co mussen aufhören, Afrika für eignen Marketing zu instrumentalisieren. Sie sollten sich um ihre Musik künnern. Afrika braucht kein Geld oder Mitleid der Reichen. Afrika ist reich und sehr reich, aber wird bei dem internationalen Wissen-und Technologie-transfert seit über 40 Jahren abgeschlossen und diese 40 Jahren illustrieren auch die neokolonialistischen Tätigkeiten vieler NGO, die durch ihre Kampagne, Unternehmen hindern in Afrika zu investieren. Innerhalb von 20 Jahren Asiatische Länder wie Süd-Korea, Malaisia und Co, die in 1970 gleiche Wirtschaftsindikatoren wie in Afrika aufwiesen, sind heute alle dank Direktinvestitionen entwickelt.
Frankreich hat 60 Jahre lang Baumwolle von Westafrika ausgeplundert, nur dank der kooperation mit China wurde erste Textilindustrie dort gebaut…Was Afrika will von Europa, ist eine neue partnerschaftspolitik, sonst wird für den alten Kontinent zu spät , da China, Indien und USA sind schon da und sehr hungrig…Es gab schon in Deutschland eine NEPAD-Konferenz in Berlin vom Inwent organisiert aber bisheute gab keine Folge….Die Parolen sind immer die gleichen geblieben, nachhaltige Armut, kann Armut nachhaltig sein? oder wird nachhaltig gehalten, um eigenes Dasein zu rechtsfertigen…. Ich beende mit diesem Abschnitt aus der Preambel der Site der Stiftung Umverteilen, die mir sehr gut gefallen hat: “Entwicklungshilfe soll nicht in erster Linie Hunger stillen, sondern den Ursachen vom Hunger an den Kragen gehen! ” so heißt das für mich, mehr Direktinvestionen in Afrika ist die richtige Entwicklungshilfe.
Am 11. Mai 2007 um 08:41 Uhr
Wieder einmal wird hier die Keule gegen die Prominenten die diese Aktion mittragen rausgeholt. Erkläre mir mal ob du ernsthaft glaubst, dass Leute wie Grönemeyer, Bono dadurch merh Platten verkaufen? Oder Lehmann mehr Bälle hält? Klitschko mehr Boxkämpfe gewinnt? Sorry aber das ist Blödsinn, zumal diese Leute überhaupt nicht zu spenden aufrufen und genau das Fordern, was du selber unten anführst. Sie sollen in die Lage versetzt werden ihren eigenen Reichtum zu nutzen, auf eigenen Beinen stehen! Aus meiner Sicht ist der Hauptgrund für diese Aktionen eine breite eher unpolitische Gruppe der Bevölkerung zu erreichen. Und das funktioniert nun einmal “leider” nur mit Prominenten. Wenn du mit deinem Einsatz und deiner Gruppe auf dem Markplatz stehst werden nun viel mehr Leute damit etwas anfangen können. Das wirkliche Engagement kommt natürlich von den Leuten in den lokalen Gruppen usw. Das wird von diesen Menschen aber auch nie in Abrede gestellt.
Am 5. Juni 2007 um 08:21 Uhr
@Gombo – ganz meine Meinung. Wenn man selbst arm ist oder eine schwere Krankheit hat, bekommt man das Kotzen, wenn man mit ansehen muss, wie solche Leute dafür in die Kamera posieren. Es gibt so viele Menschen, die sich im Stillen engagieren, die nach Afrika gegangen sind, um dort vor Ort zu helfen, die als Ärzte, Krankenschwestern vor Ort seit Jahren tagein tagaus schuften, die haben am allermeisten bewegt. Diese Prominenten waren nie vor Ort, haben nie dort gelebt, klar sind die mal – in Begleitung eines Kamerateams – dort aufgekreuzt und haben sich das mal angesehen, aber wenn sie wirklich was tun wollen würden, dann würden sie selbst anpacken. Aber das Geld, was Ihnen die Musikindustrie in den Hintern schiebt würden sie eh nie hergeben und auch nicht den Lebensstandart, den sie haben dafür aufgeben… Ne, das ist alles eine ganz verlogene Meschpoche… SCHLIMM!