Der offizielle Blog zur Aktion DEINE STIMME GEGEN ARMUT


Kein Kommissar ermittelt: Ulm und Wetzlar flashmobben gegen Armut

27. August 2010 | 1 Kommentar

Ein Samstagvormittag in der Fußgängerzone im sonst so beschaulichen Wetzlar: Alle drei Sekunden sackt ein Mensch zusammen und bleibt liegen, seine Position wird mit Kreide nachgezeichnet. Nach drei Minuten ist alles vorbei, zurück bleiben die Umrisse – Leichenumrisse! Kleine Tatort-Schildchen erklären die Aktion: “Alle drei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen extremer Armut”.

Zu dem Flashmob aufgerufen hatte das Wetzlarer Aktionsbündnis “Deine Stimme gegen Armut”, welches auch nächsten Samstag noch einmal während des Brückenfestes auf dem Schillerplatz um 13 Uhr für mehr und bessere Armutsbekämpfung ordentlich Alarm schlagen will.

Nicht um Ulm oder gar um Ulm herum, sondern mitten in Ulm auf dem Münsterplatz bot sich am vergangenen Freitag ein ganz ähnliches Bild: Menschen “starben” im Drei-Sekunden-Takt, zurück blieben Leichenumrisse im Schatten des Münsters, welche von Passanten irritiert bis interessiert betrachtet wurden.

Zu der Ulmer Aktion hatte der Abiturient Niko aufgerufen, der unseren TV-Spot im Fernsehen sah und so auf die Homepage aufmerksam wurde. Häufig diskutiert er über Gerechtigkeit und Verantwortung im Zusammenhang mit Armut. Seiner Meinung kann jeder Einzelne etwas tun, um weltweite Armut zu bekämpfen: “Es liegt zu einem großen Teil an der Bevölkerung, die Politik in diese Richtung zu drängen. Und ich habe das Gefühl eine solche Aktion bewegt mehr als man denkt, weil es wichtig ist ein Bewusstsein zu schaffen und die Leute zu sensibilisieren.” Das finden wir auch und sagen vielen Dank für diese super Aktion!

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Tatort Ministerbüro: Zu Besuch bei Dirk Niebel

24. August 2010 | 3 Kommentare

Beim Tag der Offenen Tür im Entwicklungsministerium (BMZ) in Berlin haben Aktivisten dem Büro von Bundesminister Dirk Niebel einen Besuch abgestattet. Vor den Augen von verdutzten Mitarbeitern legten sie Leichenumrisse auf den Boden zwischen Schreibtisch und Konferenztisch: “Sehr geehrter Herr Minister Niebel, da sind Leichenumrisse in Ihrem Büro. Die Botschaft: Verhindern Sie weitere Opfer! Tun Sie mehr gegen weltweite Armut und für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG).” Der Minister selbst war nicht da, er war auf Auslandsreise (Musik: Diablo Swing Orchestra/ jamendo.com).

[Edit: Auf Wunsch des BMZ haben wir das Video von unseren Webseiten entfernt.]

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Wichtig ist, was hinten rauskommt: UN tüftelt am Gipfelergebnis

23. August 2010 | 1 Kommentar

In rund vier Wochen beginnt in New York der Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen. Bei diesem Gipfel wird über den Stand der Umsetzung der acht Millenniumsentwicklungsziele (MDG) beraten. Mit diesen acht MDGs sollen bis 2015 unter anderem extreme Armut und Hunger halbiert werden. Bereits seit einigen Wochen verhandeln die Mitgliedsstaaten der UN über ein Abschlussdokument. In Deutschland ist das Entwicklungsministerium (BMZ) dafür zuständig, dass die Positionen der Bundesregierung in den Verhandlungsprozess einfließen. Dies geschieht nicht direkt, sondern über die Europäische Union (EU), die in New York für die europäischen Länder am Tisch sitzt.

Der letzte Entwurf des Abschlussdokuments von Ende Juli gibt bereits einen Eindruck, wie das Gipfelergebnis ausfallen wird. Die zentrale Botschaft des letzten Entwurfs von Ende Juli ist, dass die MDG trotz Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht werden können. Dafür bedarf es zum einen der Eigenverantwortung der armen Staaten und zum anderen Unterstützung durch die reichen Industrieländern. Spannend wird sein, ob die Forderung an die Industrieländer im Dokument bleibt, einen verbindlichen Plan zu verabschieden, wie bspw. die versprochene Erhöhung der Entwicklungshilfe bis 2015 erreicht werden soll. Auch „Deine Stimme gegen Armut“ fordert einen deutschen MDG-Aktionsplan, die Bundesregierung will davon bis jetzt nichts wissen.

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Jaenicke, Kerkeling und Co. erheben Stimme gegen Armut und Behinderung

18. August 2010 | 10 Kommentare

Weltweit leben über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen. Diese sind besonders stark von Armut betroffen. Den wenigsten gelingt es, sich aus dem Teufelskreis von Armut und Behinderung zu befreien. Diese Tatsache ist für Comedian Hape Kerkeling, die Schauspieler Armin Rohde und Hannes Jaenicke, die Sängerin Joana Zimmer und den Paralympics-Goldmedaillen-Gewinner Rainer Schmidt Anlass, ihre Stimme gegen Armut zu erheben und in einem Video-Spot zur Nachahmung aufzurufen.

Mit dem Clip unterstützen die Organisationen Behinderung und Entwicklungzusammenarbeit (bezev), Christoffel-Blindenmission (CBM) gemeinsam mit dem Projekt “die Gesellschafter” der Aktion Mensch die Aktion “Deine Stimme gegen Armut”. Mehr über das Thema Armutsbekämpfung und Behinderung auf unserer Themenseite.

Übrigens: bezev, CBM und dieGesellschafter haben für die Sammlung von Stimmen gegen Armut extra Unterschriftenlisten in einfacher Sprache und mit Blindenschrift Braille entworfen. Gedruckte Exemplare können bei den Organisationen bestellt werden, einfach E-Mail senden an material(at)cbm.de oder info(at)bezev.de.

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Ein Fluss, eine Wiese – ein Leichenumriss!

13. August 2010 | 3 Kommentare

Eine malerische Kulisse, der Inn schiebt seine Wassermassen an den schmucken Gebäuden von Passau vorbei, der Himmel ist blau und… Moment, was ist das denn? Ein Leichenumriss! … Ein Gesicht hinter einer Hand versteckt, aber was ist das da auf der Hand? Ein Leichenumriss! … Eine grüne Parklandschaft, Menschen picknicken auf der Wiese, im Hintergrund ein monumentales Denkmal, aber was ist das denn da im Vordergrund? Ein Leichenumriss!

Viele tolle Bilder und Videos wurden in den letzten Wochen bereits auf unserer Aktionslandkarte hochgeladen. Sie alle inszenieren den Leichenumriss als Symbol für den Skandal, dass immer noch alle drei Sekunden ein Mensch an den Folgen extremer Armut stirbt. Viele tausend Menschen sind so schon aufmerksam geworden und haben ihre Stimme gegen Armut abgegeben, um der Bundesregierung zu sagen: Erfüllt endlich Eure Zusagen für die weltweite Armutsbekämpfung, tut endlich mehr, um die Millenniumsentwicklungsziele bis 2015 zu erreichen!

Doch unsere Stimmen müssen noch mehr werden. Verbreitet auch Ihr unser Kampagnensymbol! Ideen dazu findet Ihr in dieser kleinen Bilderauswahl aus unserer Aktionslandkarte sowie natürlich in unserem Aktions-Howto.

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Widget zur Stimmabgabe: Unsere Stimmen müssen mehr werden – und lauter

10. August 2010 | 13 Kommentare

Noch immer stirbt alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut. Dabei könnten wir dieses Sterben verhindern. Jeder kann etwas tun, indem er seine Stimme erhebt. Wir sammeln die Stimmen gegen Armut, mit denen Bürgerinnen und Bürger die Bundesregierung auffordern, ihr Versprechen zu halten und mehr zu tun im Kampf gegen die weltweite Armut. Vor dem Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen am 20. September präsentieren wir den politischen Entscheidungsträger die Stimmen.

Wenn Du eine Webseite oder ein Blog hast, kannst Du mithelfen, dass unsere Stimmen mehr werden – und lauter. Binde das Widget zum Stimmensammlung ein und jeder kann direkt auf Deiner Seite seine Stimme abgeben. Kopiere folgenden HTML-Code in Deine Webpräsenz:

So sieht es aus:

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Sauberes Wasser: Keine Ware, sondern Menschenrecht

29. Juli 2010 | 5 Kommentare

Dieses Wasser ist eigentlich untrinkbar (Foto: hdptcar/flickr)In Deutschland müssen wir nur den Hahn aufdrehen, um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Doch das geht nicht überall: Fast 884 Millionen Menschen haben nach UN-Schätzungen keinen Zugang zu sauberem Wasser, über 2,6 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu sanitärer Grundversorgung. Mehr als 1,5 Millionen Kinder sterben jährlich an den Folgen von verschmutztem Wasser.

Gestern nun hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Recht auf Zugang zum sauberen Wasser und sanitärer Grundversorgung zum Menschenrecht erklärt. Die von Bolivien vorgelegte Resolution wurde mit 122 Stimmen angenommen, 41 Mitgliedstaaten enthielten sich. Die UN-Mitgliedsländer sowie internationale Organisationen wurden dazu aufgerufen, ärmere Länder bei ihren Bemühungen zu unterstützen, sauberes, zugängliches und bezahlbares Wasser sowie sanitäre Grundvorsorgung für jeden bereitzustellen. Diese Verbesserungen sind auch Teil der Millenniumsentwicklungsziele (MDG). MDG 7 sieht unter anderem vor, den Anteil der Menschen bis 2015 zu halbieren, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegenden sanitären Einrichtungen haben.

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Die Internationale Aidskonferenz geht zu Ende – Hoffnung für Frauen und Wut bei der Zivilgesellschaft

27. Juli 2010 | 0 Kommentare

Vergangene Woche trafen sich über 19.000 Teilnehmer aus 197 Ländern, um auf der Internationalen Aidskonferenz (IAC) in Wien eine Woche lang über die Fortschritte und Hindernisse im Kampf gegen Aids zu beraten. Unter dem Motto „Rechte hier und jetzt“ („Rights Here – Right Now“) wurde die Bedeutung der Menschenrechte im Kampf gegen den HI-Virus betont und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und politischen Rahmenbedingungen diskutiert.

Internationale finanzielle Zusagen gab es keine. Im Gegenteil, die Bundesregierung wurde auf der IAC sogar heftig kritisiert. NGOs befürchten, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Zahlungen an den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) 2012 stark kürzen werde. Der Globale Fonds bündelt die Gelder der Industriestaaten, um sie gezielt und koordiniert im Kampf gegen die Krankheiten einzusetzen. Finanzielle Mittel sind entscheidend, um den HI-Virus einzudämmen, darüber war man sich auf der Konferenz einig. Wirksame Medikamente sind durch den Patentschutz der Pharmaunternehmen für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt immer noch zu teuer – moderne Aids-Medikamente kosten ca. 2.000 US-Dollar pro Patient und Jahr.

Der Kampf gegen HIV/Aids ist teuer – aber medizinische Fortschritte machen Hoffnung. Insbesondere für Frauen versprechen neue Erkenntnisse einen Fortschritt in der HIV/Aids Prävention. Eine vom „Centre for the AIDS Programme of Research in South Africa“ (CAPRISA) durchgeführte Studie zeigt, dass ein Mikrobizid auf der Aids-Medikamenten einer HIV-Infektion entgegenwirken kann. Das Mikrobizid wird als Vaginalgel angewendet. Dies macht es Frauen möglich, sich auch ohne Einverständnis des Mannes vor einer HIV-Infektion zu schützen. Die medizinische Forschung belegt auch, dass die Behandlung von HIV-Infizierten mit modernen Präparaten einen doppelten, positiven Effekt hat. Die Therapie behandelt den Patienten und verringert gleichzeitig das Ansteckungsrisiko. Die Medizin ist somit schon in der Lage, die Ausbreitung der Epidemie weiter einzudämmen.

Die IAC endete mit hoffnungsversprechenden medizinischen Ergebnissen und der „Wien Deklaration“. In dieser fordern über 13.000 Unterzeichner unter anderem, dass die Staaten mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen und diese besser einsetzen müssen.

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Bundestag debattiert Entwicklungsziele: Abschied von den Zielen oder eine Frage von Effizienz?

13. Juli 2010 | 2 Kommentare

Im September wird die internationale Staatengemeinschaft beim Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen in New York Zwischenbilanz ziehen: Sind die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) noch erreichbar? Bis 2015, so die Versprechungen aus dem Jahr 2000, sollen acht Ziele erreicht sein und weltweite Armut deutlich reduziert sein. Im Bundestag wurde in der vergangenen Woche der deutsche Beitrag zum Erreichen der Ziele diskutiert. Fazit: So richtig zufrieden ist keiner. Die Oppositionsfraktionen SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und Die Linke kritisierten den Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2011 sogar als Abschied von den MDGs.

Eine Effizienzsteigerung in der Entwicklungszusammenarbeit, wie es vor allem Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) fordert, reiche allein nicht aus. Ebenso wichtig seien auch die finanziellen Mittel, die man effizient einsetzen könne, argumentierte Bärbel Kofler (SPD). Auch die Grünen forderten mehr Geld und zusätzlich einen weltweiten MDG-Aktionsplan. Wenn man fünf Milliarden für die Abwrackprämie ausgeben könne, dürfe man nicht an den MDG sparen, so Thilo Hoppe von den Grünen.

Die Regierungsfraktionen dagegen verwiesen auf veränderte globale Bedingungen seit Vereinbarung der MDG im Jahr 2000: die Finanz- und Wirtschaftskrise mache Steigerungen im Haushalt schwierig, begründete Sabine Weiss (CDU/CSU). Nötig sei eine umfassende Effizienzkontrolle und neue Prioritätensetzung.

Insbesondere bei den MDG 4 und 5, der Senkung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheit von Müttern, sieht die Regierung Handlungsbedarf, wie die parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp betonte. Jährlich sterben immer noch 8,8 Millionen Kinder unter 5 Jahren in den Entwicklungsländern (2008). Trotz schon erzielter Fortschritte ist dies einer der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Schon beim G8- und G20-Gipfel versprachen die führenden Industrie- und Schwellenländer mit der “Muskoka-Initiative” mehr Mittel für die MDG 4 und 5. Auch eine gute Bildung in den ärmsten Ländern der Welt sei der Schlüssel zur Armutsreduzierung: insbesondere Lehrkräfte müssten ausgebildet werden und Berufsausbildungsprogramme bereitgestellt werden, sagte Anette Hübinger (CDU/CSU).

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Fairtipper: Lonaldo gewinnt Tippspiel

12. Juli 2010 | 1 Kommentar

Mit 135 Punkten hat “Lonaldo” noch vor “DrHammer” und “S_Blatter” unser Tipp-Spiel “Fairtipper” zur Fußball-WM gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Natürlich hat hat “Lonaldo” auch das 1:0 der Spanier im Finale über die Niederlande richtig vorausgesagt. Wahrscheinlich hätte er sogar Paul geschlagen. Übrigens, alle drei Erstplatzierten waren bereits nach dem ersten Spieltag unter den Top 10 der insgesamt 182 Tipper zu finden.

Das besondere am Fairtipper war, dass wir an jedem Spieltag eine Mail mit wissenwerten Informationen über die Situation von Armut und Entwicklung aus den jeweiligen Ländern verschickt haben. Stefan alias “DrHammer” fand das gut: “Es hat mir sehr gut gefallen in einer größeren Tipprunde mitzuspielen und zu den Ländern kurze ‘unsportliche’ Infos zu erhalten. Teilweise erschreckend, wie die Regierungen von ihren Unterstützungszusagen abweichen.” Auch “horst”, der am Ende Zehnter wurde und im wahren Leben Stefan heißt, war überrascht über die Infos, die wir zwischendurch verschickt haben: “Die Aids-Zahlen weltweit waren schockierend. Dass Deutschland 1953 auch schon in großem Umfang Schulden erlassen wurden, wusste ich überhaupt nicht.”

Wie hat Euch der Fairtipper gefallen? Waren die Info-Mails spannend? Was würdet ihr an unserer Stelle zur WM 2014 anders machen? Hinterlasst hier einen Kommentar.

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Deutsche wollen Merkel beim Gipfel in New York sehen

11. Juli 2010 | 3 Kommentare

Angela Merkel soll das Thema „weltweite Armutsbekämpfung“ zur Chefsache machen: Mehr als 2/3 der Deutschen (69,8 Prozent) erwarten und befürworten, dass die Bundeskanzlerin im September persönlich zum Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen nach New York reist und Deutschland dort vertritt. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage, die „Deine Stimme gegen Armut“ in Auftrag gegeben hatte. (Die ausführlichen Umfrageergebnisse und eine Zusammenfassung stehen hier).

Außerdem zeigte die Befragung, dass Solidarität mit und Unterstützung für Menschen in armen Ländern unverändert hoch auf der Agenda der Befragten steht. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch in Deutschland große Probleme verursacht hat, halten es knapp drei von vier Deutschen (72,4 Prozent) für „wichtig” oder “sehr wichtig“, dass Deutschland seine Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung einhält. Im Vergleich zu einer Umfrage von 2008 vor den Krisen hat sich diese Zahl nicht verändert. Die Bundesregierung soll – wie sie es versprochen hat – bis 2015 ihre Ausgaben auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) erhöhen – ein Ziel, das in starkem Gegensatz zu dem am Mittwoch verabschiedeten Entwurf des Bundeshaushalts steht. Aktuell liegt die Quote von Entwicklungsausgaben zu Wirtschaftskraft bei 0,35 Prozent.

Für acht von zehn Deutschen (82,9 Prozent) ist es wichtig, dass Deutschland sich für die Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern engagiert. Besonders wichtig sind den Befragten die Bereiche Bildungsförderung, Hungerbekämpfung und medizinische Versorgung für Schwangere und Kinder. Doch wie soll dies mit einem stagnierenden Entwicklungsetat finanziert werden? Sieben von zehn Befragten (69,2 Prozent) sehen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die Bereitstellung der Einnahmen für die globale Armutsbekämpfung. Damit zeigen die Menschen ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden bei der Bewältigung der (Wirtschaft-)Krisenkosten.

Nun liegt es bei den politischen Entscheidungsträgern, mehr zu tun und der Armutsreduzierung politisch mehr Gewicht zu geben. Eine Ausrede zählt nicht: Die Bürgerinnen und Bürger würden einen entsprechenden Kurs unterstützen.

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Dia-Show für Merkel, Schäuble und Niebel

7. Juli 2010 | 2 Kommentare

Heute hat die Bundesregierung den Entwurf für den Haushalt 2011 verabschiedet, in dem sie vorschlägt, für was der Staat nächstes Jahr Geld ausgibt. In der Nacht zuvor haben wir mit einer großen Dia-Show am Kanzleramt, dem Finanzministerium und dem Entwicklungsministerium deutlich gemacht, was wir erwarten: Mehr Engagement bei der Bekämpfung weltweiter Armut – “Verhindert weitere Opfer” (mehr Fotos hier).

Letztlich ist der Entwurf des Bundeshaushalts ein herber Dämpfer für die Armutsbekämpfung. Es ist zu befürchten, dass in Zukunft die Mittel für Entwicklungshilfe immer weiter zurückgefahren werden. “Mit dem jetzt verabschiedeten Entwicklungsetat, steht die Verlässlichkeit der Bundesregierung auf dem Spiel“, so Ulrich Post, Vorsitzender von VENRO, dem Bundesverband der Hilfsorganisationen.

Internationale Zusagenkönnen nicht erfüllt werden – ein verheerendes Signal vor dem Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen im September in New York.“Deshalb sind wir sehr gespannt, wie Entwicklungsminister Dirk Niebel die von ihm angekündigte Steigerung der Effizienz in der Entwicklungszusammenarbeit erreichen will.“

Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) soll im Jahr 2011 auf Vorjahresniveau bleiben, das heißt ihm stehen 6,07 Milliarden Euro zu Verfügung. Dieser Betrag reicht bei weitem nicht aus, um das zugesagte  Ziel, bis zum Jahr 2015 einen Anteil von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen, zu realisieren. Dafür sind allein 2011 rund zwei Milliarden Euro zusätzlich erforderlich. Der Bundeshaushalt 2011 wird voraussichtlich im Herbst vom Bundestag disktutiert und verabschiedet.

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G8 versuchen von verfehlten Zusagen abzulenken

29. Juni 2010 | 3 Kommentare

Die G8-Staaten, also die sieben wichtigsten Industriestaaten und Russland haben auf ihrem Gipfel-Treffen am vergangenen Wochenende im kanadischen Muskoka beschlossen, mehr gegen die Mütter- und Kindersterblichkeit zu tun. Für die sogenannte “Muskoka-Initiative” wurden fünf Milliarden US-Dollar zusätzliches Geld für die Jahre 2010 bis 2015 zugesagt, also pro Jahr eine Milliarde Dollar.

Auf den ersten Blick ist eine solche Initiative sehr zu begrüßen. Die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) 4 und 5, die die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit zum Ziel haben, hinken am weitesten der Umsetzung hinterher. Jedes Jahr sterben fast 350.000 Frauen an Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. Und die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren ist weiterhin skandalös hoch: Pro Jahr erleben 8,8 Millionen Kinder nicht ihren fünften Geburtstag. Die Verbesserung der Situation von Müttern und Kleinkindern liegt in erster Linie in der Verbesserung der medizinischen Versorgung vor Ort. Die meisten Todesursachen lassen sich mit relativ einfachen medizinischen Maßnahmen zumindest reduzieren. Bei Kleinkindern in Entwicklungsländern sind beispielsweise Durchfall- und Atemwegserkrankungen zwei der häufigsten Todesursachen. Doch die Förderung der medizinischen Versorgung vor Ort, also in erreichbarer Nähe für die Menschen, kostet Geld. Und die zugesagte eine Milliarde Dollar pro Jahr sind dafür viel zu wenig. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen von 24 Milliarden Dollar bis 2015 aus, die zur substantiellen Verbesserung der Kinder- und Müttergesundheit notwendig sind.

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Nackte Staatschefs und fossile Idioten: Aktivisten demonstrieren bei Gipfeltreffen in Kanada

25. Juni 2010 | 1 Kommentar

Wenn sich am Wochenende die 20 mächtigsten Staats- und Regierungschefs vor den Toren Torontos treffen, ist das ein willkommener Anlass für uns, sie in ihrem trauten Beisammensein an Ihre Versprechen zu erinnern. 870 Millionen Euro kostet das Spektakel. Tausende Sicherheitskräfte und kilometerlange Zäune sollen verhindern, dass die Bürger, Wähler, Aktivisten auch nur annähernd mit am Tisch sitzen dürfen. Aber unsere Partner von Make Poverty History Canada und die vielen Aktivisten internationaler NGOs vor Ort, finden immer wieder kreative Wege um auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen.

So posierten die „Big Heads“ von Oxfam nackt und schwanger mit einem Ahornblatt bedeckt für die Kameras um daran zu erinnern, dass die G8 Regierungschefs nach wie vor wenig dafür tun, die Gesundheit von Müttern und Kindern zu verbessern.

Ein paar Tage zuvor nahmen kanadische Aktivisten ihren Premierminister Stephen Harper aufs Korn, indem sie ihn als „fossilen Idioten“ durch die Stadt tanzen ließen um klar zu machen, dass Kanada nicht die richtigen Weichen für eine ökologisch und entwicklungspolitisch nachhaltige Entwicklung stellt.

Vorläufiger Höhepunkte ist die Übergabe von 1,7 Millionen Unterschriften und Botschaften an den kanadischen Premier. Wenn heute die Botschaften ihren Empfänger erreichen, dann sind auch Statements und Unterschriften aus Deutschland dabei. Über 800 Menschen haben sich an unserer Fotoaktion „Nimm Platz neben Merkel“ beteiligt und eine Botschaft nach Kanada geschickt (Hier alle Bilder ansehen).

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MDG-Jahresbericht 2010: Entwicklungsziele sind erreichbar

23. Juni 2010 | 0 Kommentare

Die Vereinten Nationen (UN) haben heute ihren Jahresbericht 2010 zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) veröffentlicht. Der Bericht dient der Vorbereitung des UN-Weltarmutsgipfels, der vom 20. bis 22. September in New York stattfindet (Bericht als PDF). Hauptziel der MDGs ist die Halbierung von Hunger und Armut bis 2015.

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon schreibt in seinem Vorwort, dass die MDGs erreichbar sind, wenn die nationale Entwicklungsstrategien entsprechend von internationalen Partnern unterstützt werden. Damit spricht er an, was die UN von dem MDG-Gipfel im September erwartet: Einen globalen, aktionsorientierten Plan der Staatengemeinschaft, der in den letzten fünf Jahren die Erreichung der MDG in Vordergrund stellt. Dabei müssen die Entwicklungsländer mehr Eigenverantwortung für die Erreichung der MDG in ihren Ländern übernahmen und die Industrieländer endlich ihren Beitrag zu einer globalen Entwicklungspartnerschaft liefern. Das heißt Umsetzung der Zusagen für Entwicklungsfinanzierung, Aufbau eines gerechten Welthandelssystems und Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf von Seiten der reichen Staaten.

Die Bilanz der MDG fällt in dem Jahresbericht 2010 ähnlich aus wie in den Vorjahren. Ja, es gibt leichte Fortschritte bei der Umsetzung der einzelnen MDG, aber die Fortschritte sind viel zu gering, um sie bis 2015 umsetzen zu können. Lediglich MDG 1, die Reduzierung der extremen Armut, also die Halbierung des Anteils der Menschen, die von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben müssen, scheint bis 2015 erreichbar. Das zeigt aber auch, dass eine Verringerung der Einkommensarmut nicht einhergehen muss mit einem verbesserten Zugang zu Bildung und geringeren Sterblichkeitsraten von Müttern und Kleinkindern in Entwicklungsländern. Hier geht es darum die soziale Infrastruktur zu stärken, also in Schulen und Gesundheitssysteme zu investieren.

“Deine Stimme gegen Armut” fordert von der Bundesregierung, dass sie nicht mit leeren Händen nach New York fährt, sondern einen Aktionsplan erarbeitet, der genau festgelegt wie Deutschland in den nächsten fünf Jahren für die Erreichung der MDG beitragen will. In dem Bericht „5 vor 2015“ werden für solch einen Aktionsplan entsprechende Empfehlungen gegeben.

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München gegen Armut: Flashmob auf dem Karlsplatz

22. Juni 2010 | 1 Kommentar

Am späten Nachmittag des 10. Juni staunten die Passanten auf dem Münchener Karlsplatz (Stachus) nicht schlecht als plötzlich Aktivisten auf offener Straße zusammen brachen und scheinbar leblos liegen blieben. Helfer zeichneten Kreideumrisse um die “Leichen” und stellten Schilder auf, die an Tatort-Schildchen erinnerten. “Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen extremer Armut”, stand darauf zu lesen. Mit diesem Flashmob demonstrierten bayerische Unterstützer von “Deine Stimme gegen Armut” für mehr Engagement im Kampf gegen die weltweite Armut.


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Flashmob auf der Domplatte: Kölner Aktion gegen Armut

18. Juni 2010 | 0 Kommentare

“Wer auf sich aufmerksam machen will, muss schon mal zu drastischen Maßnahmen greifen”, schrieb der Express in Köln über die Aktion. Vergangene Woche waren dutzende Umrisse von Leichen vor dem Dom zu sehen.

Mit dem Flashmob, bei dem Aktivisten umfielen, während andere mit Kreide Umrisse um die “toten” Körper malten, machten die etwa zwanzig Unterstützer darauf aufmerksam, dass alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut stirbt.

Ein entsprechender Hinweis war auf kleinen Beweismittel-Schildchen zu lesen. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, zurück blieben die Tatorte.

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‘Die-in’ am Alex: Berliner Flashmob unterstützt ‘Deine Stimme gegen Armut’

16. Juni 2010 | 1 Kommentar


Menschen fallen um auf dem Alexanderplatz. Andere malen mit weißer Kreide Umrisse um die “Toten”. Auch in Berlin fand in der vergangenen Woche eine Flashmob-Aktion zur Unterstützung von “Deine Stimme gegen Armut” statt. An diesen Leichenumrissen stehen Karten auf denen zu lesen ist: “Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen extremer Armut”.

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5 vor 2015: Acht Säulen für einen Aktionsplan

15. Juni 2010 | 1 Kommentar

Die Bundesregierung muss einen verbindlichen Aktionsplan erstellen, um einen Beitrag zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) bis 2015 zu leisten. Das haben “Deine Stimme gegen Armut” und andere entwicklungspolitische Bündnisse rund 100 Tage vor dem Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen im September in New York gefordert. Mit acht zwei Meter hohen Plexiglas-Säulen vor dem Brandenburger Tor wurde den Forderungen bildhaft Nachdruck verliehen. Live vor Ort wurden die Säulen mit Reissäcken, Schulbüchern, Medikamentenschachtel und Wasserflaschen gefüllt, allerdings nur bis zu der Höhe, die der Umsetzung der MDG in Afrika entspricht. Auf diese Weise wurde deutlich, wie weit die Entwicklungsziele noch von ihrer Umsetzung entfernt sind.

In dem Bericht “5 vor 2015″ haben die Bündnisse konkrete Empfehlungen zusammengestellt, wie die acht Entwicklungsziele realisiert werden können. Auch die Vereinten Nationen und die Europäische Kommission setzen sich für einen Aktionsplan ein.

“Um die Entwicklungsziele noch zu erreichen, bedarf es einer besonderen Kraftanstrengung. Eine Kraftanstrengung der Regierungen, der Entwicklungsländer und der Industrieländer, auch in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten”, so Ulrich Post, Vorsitzender des Dachverbands VENRO, der “Deine Stimme gegen Armut” trägt. Bundeskanzlerin  Angela Merkel sollte nicht ohne konkrete Empfehlungen, wie die MDG erreicht werden können, nach New York reisen. “New York bietet die Chance zu einer Trendwende in der Armutsbekämpfung – aber nur dann, wenn es dort zu verbindlichen Ergebnissen mit einem konkreten Maßnahmenplan kommt”, so Post.

Bündnispartner von “Deine Stimme gegen Armut” sind Action for Global Health, das Aktionsbündnis gegen Aids, erlassjahr.de, die Europäische Allianz gegen Malaria, die Globale Bildungskampagne, das “Mutternacht”-Bündnis, die StopEPA-Kampagne und Stop Malaria Now.

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Was kann Dr. Schäuble gegen Armut tun?

14. Juni 2010 | 0 Kommentare

Diese Frage könnt ihr auf Postkarten mit Leichenumriss von “Deine Stimme gegen Armut” lesen, die zurzeit in Kneipen in ganz Deutschland in den Gratispostkarten-Ständern auf Euch warten – so wie auf dem Bild, das in einer Hamburger Pizzeria entstand. Die zugegebenermaßen sehr vereinfachende Frage spielt darauf an, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als verantwortlicher Minister zurzeit den Entwurf der Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2011 zusammenstellt.

Das Kabinett wir voraussichtlich am 7. Juli vorschlagen, für was Deutschland nächstes Jahr wie viel Geld ausgibt. 2010 zum Beispiel wurde für Verteidigung rund 31 Milliarden Euro, für Entwicklungszusammenarbeit rund 6 Milliarden Euro bereitsgestellt. Im Herbst diskutiert dann der Bundestag über den Haushalt und beschließt am Ende das Haushaltsgesetz.

Die Postkarte besteht aus zwei Karten (PDF): die eine Hälfte kannst Du direkt an den Finanzminister in Berlin schicken. Name und Briefmarke drauf und ab in den Briefkasten. “Herr Schäuble, ich fordere Sie hiermit auf: Lösen Sie unser Versprechen ein. Erhöhen Sie die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit”, ist die zentrale Forderung. Auf der anderen Hälfte liefern wir Dir noch eine kleine Spielerei für den Kneipenabend mit. An der Perforation kannst Du unseren Leichenumriss aus der Karte herauslösen… und hast eine prima Schablone.

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Flashmobber “sterben” am Kröpcke

11. Juni 2010 | 0 Kommentare


Auch in Hannover kamen am vergangenen Dienstag Aktivisten zum “Die-in” zusammen. Um kurz vor zwölf begann das Sterben am zentral gelegenen Kröpcke: im Drei-Sekunden-Takt sackten Teilnehmer des Flashmobs gegen Armut “sterbend” zusammen. Helfer markierten mit Kreide weiße Leichenumrisse um die Liegenden. Mit der Aktion machten die mehrheitlich jungen Menschen darauf aufmerksam, dass alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut stirbt.

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